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OBWALDEN: Maya Büchi fällt bis Mitte September aus

Die Finanzdirektorin muss sich operieren lassen. Eher überraschend auch für Stellvertreter Niklaus Bleiker. Die bald anstehende Budgetpräsentation und die neue Finanzstrategie bleiben aber auf Kurs.
Maya Büchi-Kaiser wird ihre Arbeit nach der Operation nur schrittweise wieder aufnehmen können. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 10. Januar 2017))

Maya Büchi-Kaiser wird ihre Arbeit nach der Operation nur schrittweise wieder aufnehmen können. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 10. Januar 2017))

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

Frau Landammann Maya Büchi-Kaiser (FDP) muss sich in diesen Tagen einem operativen Eingriff unterziehen und fällt damit für rund drei Wochen aus. Dies liess der Regierungsrat am Montag in einer Medienmitteilung verlauten. Landstatthalter Niklaus Bleiker (CVP) wollte auf Anfrage keine ­Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben: «Wir bitten darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.»

Die Operation sei nicht von langer Hand geplant gewesen, so Bleiker. «Es kam eher überraschend. Ich weiss etwa seit einer Woche, dass ich die Aufgaben der Frau Landammann übernehmen werde.» Auf Bleiker kommt damit gleich eine doppelte Vertreterrolle zu: Als Landstatthalter übernimmt er die Verpflichtungen des Landammannamts und als Volkswirtschaftsdirektor die ordentliche Vertretung im Finanzdepartement. Wie geht er mit dieser Mehrbelastung um? «Einfach, indem ich mehr arbeite», sagt Bleiker. «Solche Ausnahmesituationen sind zwar selten, doch man muss darauf vorbereitet sein.»

Der Volkswirtschaftsdirektor rechnet mit der von den behandelnden Ärzten in Aussicht gestellten Rückkehr Büchis bis Mitte September. «Sie wird jedoch sicher nicht zu hundert Prozent einsteigen», erklärt Bleiker. «Die ganze Regierung wird sie weiterhin unterstützen, damit sie sich nicht übernimmt.» Bis dahin sei Priorisieren angesagt, so Bleiker: «Was nicht dringend ist, kann man aufschieben. Wir machen zuerst das Wichtigste.» In der Finanzdirektion ist das vor allem die Budgetplanung für das Jahr 2018. «Die Zahlen sind mir nicht fremd», sagt Bleiker. «Ich hoffe, die anstehenden Aufgaben erfüllen zu können.»

Daniel Odermatt, Leiter der Finanzverwaltung, sieht das Budget für nächstes Jahr trotz der ­Absenz der Finanzdirektorin auf gutem Weg. «Der Ausfall hat die Planung sicher nicht erleichtert», so Odermatt. «Doch Maya Büchi hat einen sehr kompetenten Stellvertreter. Das Budget wird wie jedes Jahr Ende September präsentiert.»

Auch auf die neue, zehnjährige Finanzstrategie für eine ausgeglichene Erfolgsrechnung habe die Situation keine Auswirkung, sagt Odermatt. «Die Finanzstrategie wird wie angekündigt im September präsentiert. Die Massnahmen sind bereits aufgegleist.» Worum es sich dabei genau handelt, werde ebenfalls im Rahmen der Budgetpräsentation zu erfahren sein, so Odermatt. Ziel der Finanzstrategie ist es, den Staatshaushalt künftig jährlich um 25 bis 30 Millionen Franken zu entlasten. Büchi schloss im Februar in diesem Zusammenhang eine Steuererhöhung als Massnahme nicht aus.

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