OBWALDEN: «Meilenstein für unsere Schule»

Vor 150 Jahren hat das Gymnasium den ersten Jahresbericht herausgegeben. Ein Blick in die Archive zeigt Erstaunliches.

Drucken
Teilen
Die Jahresberichte haben sich im Verlauf der Zeit auch optisch stark verändert. Links der erste Jahresbericht von 1864/65, rechts der aktuelle 150. Jahresbericht. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Die Jahresberichte haben sich im Verlauf der Zeit auch optisch stark verändert. Links der erste Jahresbericht von 1864/65, rechts der aktuelle 150. Jahresbericht. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Die Worte wirken so alt wie die vergilbten Blätter, auf denen sie gedruckt sind. Gepriesen wird in den Sätzen das Kollegium von Sarnen, wo die «lernbegierige Jugend» den Unterricht für das «sittliche und bürgerliche Leben» geniesst. 150 Jahre sind seither vergangen. Damals, nach dem Schuljahr 1864/65, hatte das Gymnasium erstmals einen Jahresbericht herausgegeben.

Wenig «Persönlichkeitsschutz»

Enthalten war beispielsweise – wie auch heute noch – ein Verzeichnis der verschiedenen Fächer sowie die Namen der Schüler und Lehrer. Viel mehr Gemeinsamkeiten mit den modernen Jahresberichten gibt es allerdings nicht. Man mag es kaum glauben, aber tatsächlich wurden damals in den Jahresberichten die «Fortschrittsnoten» der einzelnen Schüler publiziert. Prorektor Thomas Peter musste einige Male schmunzeln, als er in den alten Jahresberichten der Kantonsschule blätterte – etwa über «die pathetische und religiöse Sprache», wie er im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt. «Der 150. Jahresbericht ist eine Art Meilenstein für unsere Schule.»

ve