OBWALDEN: Melchaa: Ausreichend Restwasser ist gesichert

In den Kraftwerken Lungerersee und Melchsee-Frutt wird das Wasser von verschiedenen Bächen genutzt. Sanierungsmassnahmen stellen in der Melchaa angemessene Restwassermengen sicher.

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Die Melchaa in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz / Archiv Neue UZ)

Die Melchaa in Sarnen. (Bild: Adrian Venetz / Archiv Neue UZ)

Das eidgenössische Gewässerschutzgesetz verpflichtet die Kantone, dafür zu sorgen, dass bei Wasserentnahmen aus Gewässern eine angemessene Restwassermenge gesichert wird. Damit sollen die durch diese Entnahmen entstandenen ökologischen Defizite behoben werden. Für die Kraftwerke Lungerersee und Melchsee-Frutt wurde der Einfluss der Wasserentnahmen auf die Gewässerökologie in zwei Restwassersanierungsberichten dargelegt.

Die verfügten Sanierungsmassnahmen betreffen jene Wasserentnahmen, die einen grossen Einfluss auf ökologisch besonders wertvolle Gewässerabschnitte haben. Dies sei bei den Fassungen der Grossen und Kleinen Melchaa der Fall, wie die Staatskanzlei Obwalden am Montag mitteilt. So muss das Elektrizitätswerk
Obwalden  bei beiden Fassungen eine bestimmte, saisonal abgestufte Restwassermenge abgeben. Die durch die Restwasserabgabe bewirkte Produktionsminderung betrage bezogen auf die gesamte Produktion der Kraftwerke Lungerersee und Melchsee-Frutt knapp 3 Prozent.

Die Sanierungsmassnahmen müssen bei der Grossen Melchaa bis spätestens Mitte 2016 abgeschlossen sein, heisst es in der Mitteilung. Bei der Kleinen Melchaa ist die Restwassermenge abzugeben, sobald das neue direkt in den Sarnersee mündende Gerinne fertig gestellt ist.

Zur Überprüfung der Wirksamkeit der Sanierungsmassnahmen werden deren Auswirkungen auf die Gewässerlebensräume während fünf Jahren beobachtet. Sollten die gesetzten ökologischen Ziele nicht erreicht werden, sei zu prüfen, ob die Restwasserabgabe angepasst werden muss.

pd/nop