OBWALDEN: Melchsee-Frutt: Höhere Gebühren wegen neuer Bahn

Wer im Sommer die Melchsee-Frutt besucht, soll via Portemonnaie von der Strasse in die Gondelbahn gelockt werden. Dafür wird die Parkgebühr stark erhöht.

Robert Hess
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Erst kürzlich wurde die neue Gondelbahn auf die Melchsee-Frutt (Bild vom 14. Dezember) in Betrieb genommen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Erst kürzlich wurde die neue Gondelbahn auf die Melchsee-Frutt (Bild vom 14. Dezember) in Betrieb genommen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Maximal 36 statt wie bisher 12 Franken kostet ab 15. Juni die Benützung der Strasse und des Parkplatzes der Korporation Kerns auf der Frutt. «Der Korporations- und Alpgenossenrat hat die Anpassung dieser Gebühr auf Beginn der Sommersaison beschlossen», bestätigt Präsident Niklaus Ettlin auf Anfrage. Den Schritt begründet er ökologisch und betriebswirtschaftlich. So will die Korporation die Zahl der Fahrzeuge auf der grundsätzlich autofreien Frutt in Grenzen halten.

Bahnbenutzer parkieren gratis

Bereits reduziert ist das Angebot auf dem Parkplatz Dempfelsmatt. «Mit einer Schüttung beim Damm des Melchsees zur Verbesserung der Erdbebensicherheit wurde dort der bisherige Notparkplatz aufgehoben», sagt Ettlin. Damit stehen Tagesgästen maximal noch gut 250 Parkplätze vor dem Dörfchen zur Verfügung. Das weitere Parkplatzangebot auf der Frutt ist zum grössten Teil in den Händen der Hotels sowie der Eigentümer beziehungsweise Mieter der Ferienhäuser und Wohnungen. «Diese Rechte bleiben unangetastet», sagt Ettlin. Er weist ferner darauf hin, dass im Sommer die Parkplätze auf der Stöckalp im Gegensatz zum Winter nicht bewirtschaftet werden, obwohl die Umweltverbände dies wünschten. Bahnbenützer parkieren somit dort gratis.

Hinter dem Entscheid, die Gebühr für die Strassen- und Parkplatzbenützung der Tagesgäste massiv zu erhöhen, stehen auch betriebswirtschaftliche Gründe. «Wir möchten vermehrt Tagesgäste animieren, die neue Gondelbahn, in die wir 25 Millionen Franken investiert haben, zu benützen und damit mitzuhelfen, die Ertragslage der Sportbahnen im Sommerbetrieb zu verbessern», erklärt der Korporationspräsident. Es sei «eine legitime Absicht», die Gäste via Portemonnaie in die Bahn zu lenken. «Durch eine attraktive Tarifpolitik und einen flexiblen Fahrplan wollen wir überdies die Benutzung der Gondelbahn anstelle der Strasse schmackhaft machen», sagt Ettlin.

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