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OBWALDEN: Mittelleitplanke ist gefährlich verformt

Temperaturschwankungen haben die Mittelleitplanke auf der A 8 verbogen. Bereits morgen schafft das Astra Abhilfe.
Martin Uebelhart
Verformungen an der Leitplanke auf der A 8 in Alpnach. (Bild Corinne Glanzmann)

Verformungen an der Leitplanke auf der A 8 in Alpnach. (Bild Corinne Glanzmann)

Martin Uebelhart

Es ist unübersehbar: In der Mittelleitplanke, die seit letzem November die Fahrspuren der Autobahn A 8 zwischen Alpnachstad und Sarnen-Nord trennt, gibt es an mehreren Stellen verschobene Elemente. «Das ist uns natürlich auch aufgefallen», sagt darauf angesprochen Marco Niederberger, Leiter der Obwaldner Verkehrs- und Sicherheitspolizei.

Polizei intervenierte bei Astra

Bereits im Frühling habe die Polizei dies der Nationalstrassen-Unterhaltsorganisation Zentras gemeldet. «Anfang Mai hat die Zentras die Elemente ein erstes Mal gerichtet», so Niederberger. Doch schon kurz darauf sind bereits wieder Verschiebungen entdeckt worden. Daraufhin haben die Zentras und das Bundesamt für Strassen (Astra) weitere Abklärungen getroffen. «Man ging davon aus, das nicht allein Kollisionen von Autos die Leitplanken verschoben haben», sagt Niederberger. Das bestätigt Astra-Mediensprecherin Esther Widmer: «Aufgrund der Temperaturunterschiede dehnt sich das Material aus oder zieht sich zusammen.» Bereits morgen wird die Leitplanke stellenweise mit einigen weiteren beweglichen Elementen bestückt. Dadurch wird die Leitplanke, deren Einzel­elemente miteinander verbunden sind, etwas «flexibler».

Negativ für Verkehrssicherheit

Eine gute Nachricht für Marco Niederberger. «Wir hatten von polizeilicher Seite her interveniert, denn aus Sicht der Verkehrssicherheit wirkt es sich negativ aus, wenn derartige Schlangen in der Leitplanke sind.» Die Fahrbahnen seien zwar grundsätzlich nicht schmäler geworden. «Doch die Leitplanke macht die Strasse optisch schmäler.» Das führe dazu, dass einzelne Automobilisten etwas mehr auf die rechte Seite auswichen, ja unter Umständen sogar mit zwei Rädern auf dem Pannenstreifen fahren würden. Das könne gefährlich werden, wenn dort ein Pannen- oder Unterhaltsfahrzeug stehe. «Zudem kann es sein, dass ein Fahrer erschrickt, wenn Leitplankenelemente auf einmal ein wenig in die Fahrbahn hineinragen», sagt Niederberger.

Grundsätzlich zieht Marco Niederberger nach der Einführung der Leitplanke letztes Jahr eine positive Bilanz. «Seit wir sie haben, gab es keine Frontalkollisionen mehr. Das ist das, was wir uns erhofft haben.» Es habe sich gelohnt, dass das Astra das Geld investiert und die Sofortmassnahme realisiert habe. Ab und zu gebe es Auffahrkollisionen. Die hätten aber meist weniger gravierende Folgen als Frontalzusammenstösse.

Einen Teil der Verschiebungen führt Niederberger auch auf Fahrzeuge zurück, welche die Leitplanke touchierten. Das bekommt die Polizei allerdings teilweise gar nicht mit. Denn gerade in leichteren Fällen, in denen das Auto fahrbar bleibt, machen die Lenker nicht immer eine Meldung. «Obschon das Gesetz sie dazu verpflichten würde, wenn Personen verletzt wurden oder Sachschaden entstanden ist und der Verursacher den Geschädigten nicht sofort benachrichtigen kann.»

Gearbeitet wird nachts

Um die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten, werden die Richtarbeiten laut dem Astra kommende Woche in den Nächten von Montag auf Dienstag und Dienstag auf Mittwoch jeweils von 20 bis 5 Uhr ausgeführt. Dafür wird der Verkehr zwischen Hergiswil und Sarnen jeweils über die Kantonsstrasse umgeleitet, die A 8 wird zwischen Lopper und Sarnen-Nord gesperrt. Gleichzeitig mit den Arbeiten an den Leitplanken werden Unterhaltsarbeiten wie das Vergiessen von Rissen im Belag und Grünpflege ausgeführt.

Die Leitplanken hat das Astra als Sofortmassnahme montiert, nachdem es mehrfach zu schweren Unfällen, auch mit Toten, gekommen war. Zunächst war geplant, erst in einigen Jahren bauliche Massnahmen zu realisieren. Der Druck aus der Politik führte dann jedoch dazu, dass das Astra im vergangenen Herbst die Situation neu beurteilte.

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