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OBWALDEN: Mörlialp überlässt die Pistenpräparierung einer Firma

Das Skigebiet Mörlialp kann sich neue Pistenfahrzeuge kaum leisten. Das Problem kennen auch andere kleinere Skigebiete in der Zentralschweiz. Die Lösung der Skilifte Mörlialp AG: Seit dieser Saison überlässt sie die Pistenpräparierung einer Firma.
Martin Uebelhart und Franziska Herger
Die neuen Pistenfahrzeuge im Einsatz auf der Mörlialp. (Bild: PD)

Die neuen Pistenfahrzeuge im Einsatz auf der Mörlialp. (Bild: PD)

Martin Uebelhart und Franziska Herger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Wenn im Skigebiet Mörlialp ob Giswil die Abfahrten für die Schneesportler präpariert werden, sind Pistenfahrzeuge im Einsatz, die nicht mehr der Skilifte Mörlialp AG gehören. «Wir haben die Pistenpräparation auf die laufende Saison hin an die Giswiler Firma Walter Kiser ausgelagert», erklärt Mörlialp-Verwaltungsrat Beat von Wyl. Grund dafür seien in erster Linie die Kosten. «Pistenfahrzeuge sind sehr teuer. Durch die Auslagerung können wir hohe Investitionen vermeiden.»

Beat von Wyl fährt fort: «Die beiden Pistenfahrzeuge, die wir in Betrieb hatten, waren über zehn Jahre alt. In absehbarer Zeit hätten wir sie ersetzen müssen. Neue Maschinen hätten rund eine Million Franken gekostet.» Eine Herausforderung für das kleine Skigebiet, wie von Wyl betont. «Das Geld wäre nicht einfach so verfügbar.» Natürlich koste die Pistenpräparierung nach wie vor etwas, «aber wir können das so deutlich einfacher finanzieren». Die jährlichen Betriebskosten steigen zwar etwas, dafür fallen die hohen Amortisationskosten für die Pistenbullys weg. Die alten Fahrzeuge sollen allenfalls verkauft werden.

Pisten sind mit den neuen Fahrzeugen besser

Jetzt fahren auf der Mörlialp zwei Pistenfahrzeuge der neusten Generation. Walter Kiser, dessen Firma Land- und Forstwirtschaftstransporte betreibt, hat mit der Prinoth Schweiz AG mit Sitz im Wallis (siehe auch Kasten) eine Vereinbarung getroffen: «Ich kann die Maschinen teilweise zu guten Konditionen erwerben oder nutzen.»

Für den Pistendienst gibt es wiederum eine Vereinbarung zwischen der Mörlialp AG und Walter Kiser. Ein Mörlialp-Mitarbeiter sei eigens für die Präparierung bei Kiser angestellt. Dazu komme ein weiterer Mitarbeiter der Firma. «Dadurch gibt es eine gewisse Kontinuität», meint Beat von Wyl. Beide Fahrer wohnen im Tal und sind bei nächtlichem Schneefall schnell zur Stelle, damit dem Skivergnügen am nächsten Morgen nichts im Weg steht. Laut Walter Kiser sind die ersten Erfahrungen mit den neuen Maschinen positiv. «Wir erhalten Rückmeldungen, dass die Pisten besser seien als früher.»

Auch andere Zentralschweizer Skigebiete in ähnlicher Grösse haben Lösungen gefunden, um die teuren Pistenfahrzeuge zu finanzieren: «Klar sind die Kosten auch bei uns ein Thema», sagt etwa Paul Odermatt, interimistischer Geschäftsführer der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG. «Wir fangen das auf, indem wir neue Pistenfahrzeuge leasen.» Von fünf Pistenfahrzeugen seien vier abbezahlt.

Beim Skilift Brunni in Schwyz wird auf Occasionen gesetzt. «Unsere beiden Pistenfahrzeuge haben wir frisch revidiert, aber gebraucht gekauft», sagt Raphael Auf der Mauer, Geschäftsführer der Skilift Brunni Tourismus GmbH. «So kosten sie auch weniger.» Auf den Eggbergen in Uri steht ein einziges, 30-jähriges Pistenfahrzeug im Einsatz. «Es ist wohl eines der ältesten in der Schweiz», meint Betriebsleiter Otti Arnold. Um künftige Ersatzinvestitionen macht er sich keine Sorgen: «Durch viel Freiwilligenarbeit stehen wir finanziell gut da. Wir können ein neues Pistenfahrzeug verkraften.»

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