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OBWALDEN: Möslikapelle in Kerns wird dank Spenden aufgemöbelt

Neben dem prominenten Ranft geht die gegenüberliegende Möslikapelle fast etwas vergessen. Dank einer anonymen Spende wird sie nun aufgefrischt.
Adrian Venetz
Balz Stöckli vom Kirchenmaleratelier Stöckli bei den Malerarbeiten in der Kernser Möslikapelle. (Bild: Adrian Venetz (6. April 2017))

Balz Stöckli vom Kirchenmaleratelier Stöckli bei den Malerarbeiten in der Kernser Möslikapelle. (Bild: Adrian Venetz (6. April 2017))

Adrian Venetz

adrian.venetz@obwaldnerzeitung.ch

Bei der Pfarrei Kerns staunte man nicht schlecht: Eine unbekannte Person hatte im Herbst in der Möslikapelle mehrmals eine grosszügige Geldspende hinterlassen. Eines Tages fand man auch eine handschriftliche Notiz in der kleinen Kapelle, die auf der gegenüberliegenden Talseite der Ranftkapellen liegt. Auf diesem Zettel – auch anonym verfasst – stand geschrieben, man möge das Geld doch bitte für einen neuen Innenanstrich der Kapelle verwenden. «Wir haben keine Ahnung, von wem diese Spende stammt», sagt Kapellenverwalter Wendelin Halter auf Anfrage unserer Zeitung. «Aber für uns war rasch klar, dass wir das Geld ganz im Sinne des Spenders oder der Spenderin investieren möchten – also in eine sanfte Innen­renovation der Kapelle.»

Gesagt, getan: Seit Mittwoch laufen die Arbeiten. Damit beauftragt wurde das Kirchenmaleratelier Stöckli AG in Stans. Neben einer gründlichen Reinigung der Holzdecke und der Wände wird auch der untere Teil der Wand neu gestrichen. «Dieser Teil hat in den vergangenen Jahren am meisten gelitten», erklärt Wendelin Halter und spricht etwa Flecken an, die durch Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen entstanden sind. Die Wandbilder, die unter anderem das Leben und Wirken von Bruder Ulrich darstellen, sind noch in einem guten Zustand und werden so belassen. Wie viel Geld die anonyme Person in der Kapelle hinterlassen hat, möchte der Kirchenverwalter aus Rücksicht auf den Spender oder die Spenderin nicht sagen. Die sanfte Innenrenovation koste «einige tausend Franken, aber weniger als 10000», verrät er einzig.

Die Kapelle Mösli ist zu Fuss von zwei Seiten zu erreichen – entweder vom Ranft aus via Melchaa-Steg und Treppenweg oder von St. Niklausen aus via Fussweg hinunter Richtung Melchaa. Gemäss Wendelin Halter verdankt die Kapelle ihr Entstehen einem Jünger von Bruder Klaus: Bruder Ulrich, ein Edelmann aus Deutschland, hatte sich 1469 während einer Pilgerreise im Mösli niedergelassen und eine Holzklause errichtet. Die Kapelle wurde 1484 gebaut. Bruder Ulrich starb 1491, vier Jahre nach Bruder Klaus. Seine Gebeine liegen, weil die Möslikapelle auf Kernser Boden steht, in einer Nische der Kernser Pfarrkirche.

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