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OBWALDEN: Neue Aushub- und Bauschuttdeponie bei Kerns

Südwestlich von Kerns kann ausserhalb des Dorfes eine neue Deponie für Aushub und Bauschutt angelegt werden. Die geplante Anlage umfasst eine Fläche von rund 23 Fussballfeldern.
Hier im Gebiet Hinterflue bei Kerns ist die Deponie geplant. (Bild: Christoph Riebli)

Hier im Gebiet Hinterflue bei Kerns ist die Deponie geplant. (Bild: Christoph Riebli)

Die geplante Deponie im Gebiet Hinterflue liegt in der Landwirtschaftszone und teilweise im Wald. Vorgesehen ist eine Fläche von insgesamt 16,6 Hektar. Auf dieser soll während maximal 16 Jahren vor allem unverschmutztes Aushubmaterial deponiert werden.

Verkehr löst Bedenken aus

Das Parlament stimmte dem Projekt mit 50 gegen 1 Stimme und einer Enthaltung zu. Für Bedenken sorgten im Rat vor allem der zusätzliche Verkehr.

Die Erschliessung der neuen Deponie erfolgt über die Kantonsstrasse zwischen Sarnen und Kerns. Pro Betriebstag rechnet die Regierung mit rund 120 Lastwagenfahrten. Diese machen laut Regierung weniger als ein Prozent des Gesamtverkehrs in der Region aus.

Die betroffene Strasse werde von Autos, Lastwagen, Motorrädern, Velofahrern und Schülern benutzt, sagte Josef Stalder (CSP). Der Verkehrssicherheit müsse grösstmögliche Aufmerksamkeit geschenkt werden, sagte Christoph Amstad (CVP).

Helen Keiser-Fürrer (CSP) erklärte, sie könne dem Projekt nicht zustimmen, solange keine konkrete Lösung für die Verkehrssicherheit in Sicht sei. Ruth Koch-Niederberger (SP) äusserte sich genervt über den Entscheid des Kantons, ein Radweg-Projekt zwischen Sarnen und Kerns zu sistieren. Sie werde den Verdacht nicht los, dass Projekt sei aufgeschoben worden, weil eine Baustelle den Mehrverkehr der Deponie behindern würde.

Viel Beachtung für Verkehrssicherheit

Baudirektor Paul Federer (FDP) versprach, dass bei der Erarbeitung des Detailkonzepts für die Deponie der Verkehrssicherheit grosse Beachtung geschenkt werde. Unter anderem sollen Auflagen der Verkehrs- und Sicherheitspolizei berücksichtigt werden.

Die geplante Deponie ersetzt die Anlage Underhus, ebenfalls in Kerns, die derzeit rekultiviert wird. Daneben ist in Sarnen eine zweite Deponie im Sarneraatal in Betrieb. Die Anlage im Gebiet Stuechferich, die seit 2012 besteht, soll spätestens 2020 geschlossen werden.

In der neuen Deponie soll auch Ausbruchsmaterial aus Grossprojekten von öffentlichem Interesse recycelt werden. Dazu gehört etwa das Vorhaben für einen Hochwasserentlastungsstollen bei Sarnen. Der Standort Hinterflue ist schon länger im kantonalen Richtplan als möglicher Deponiestandort ausgewiesen. (sda)

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