OBWALDEN: Neue Leitung für die 1150 Landfrauen

Die Obwaldner Landfrauen starten mit einem neuen Vorstand in ihr neues Verbandsjahr. Für die abtretende Präsidentin gab es viel Lob.

Mw
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Die neue Präsidentin der Obwaldner Landfrauen Paula Burch-Gwerder (links) und die scheidende Irène Röthlin-Blättler. (Bild Marion Wannemacher)

Die neue Präsidentin der Obwaldner Landfrauen Paula Burch-Gwerder (links) und die scheidende Irène Röthlin-Blättler. (Bild Marion Wannemacher)

Küsschen und eine Ehrenmitgliedschaft gab es für Irène Röthlin-Blättler. Da musste die scheidende Präsidentin vor Rührung doch erst mal die Tränen wegblinzeln, bevor sie im Programm weiterfuhr. Ein Jahr hatte sie im Vorstand gearbeitet und sieben Jahre als Präsidentin. Rundum gab es für sie nur lobende Worte. «Sie sind eine ausgezeichnete Botschafterin für die Landwirtschaft in Obwalden», sagte Nationalrat Karl Vogler.

Die neue Präsidentin Paula Burch-Gwerder stammt gebürtig aus dem Muotathal, betreibt mit ihrem Mann eine Milchwirtschaftsbetrieb, hat drei Kinder und ist gelernte Kindergärnterin. Paula Burch-Gwerder ist ausserdem Prüfungsexpertin für Bäuerinnen mit Fachausweis.

Kulturland soll geschützt werden

Derzeit gehören 1150 Frauen dem Verband an. In ihrem Rückblick berichtete die scheidende Präsidentin von einem umfangreichen Kursprogramm für das vergangene Jahr. Kritische Worte fand sie zur Erneuerung des Direktzahlungssystems. «Für die produzierende Landwirtschaft sind die neuen Direktzahlungssysteme nicht das Gelbe vom Ei», sagte sie. Die scheidende höchste Landfrau legte zudem den Verbandsmitgliedern ans Herz, die Volksinitiative «Für Ernährungssicherheit» zu unterstützen. Der Wald sei schon seit Jahrzehnten durch das Gesetz geschützt, nun sei es Zeit auch das Kulturland zu schützen.