Obwalden
Schule Kerns rüstet sich digital auf: Neue Notebooks und Tablets kommen ins Klassenzimmer

Nun werden Laptops angeschafft, welche die Schülerinnen und Schüler aber der 5. Klasse privat nutzen dürfen. Doch die Eltern müssen auch ihren finanziellen Teil dazu beitragen. Für die Schule ist das gerechtfertigt.

Florian Pfister
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Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse werden in Kerns mit persönlichen Notebooks ausgerüstet. Dabei erhalten die Fünft- und Sechstklässler neue Geräte. Die Klassen der Oberstufe bekommen ebenfalls persönliche Laptops. Dabei handelt es sich um Modelle, über welche die Schule bereits verfügt. Ab dem Jahr 2022 sollen die neuen Fünftklässler jeweils mit neuen Laptops ausgerüstet werden.

Insgesamt beschafft die Schule Kerns 160 Notebooks und 60 iPads.

Insgesamt beschafft die Schule Kerns 160 Notebooks und 60 iPads.

Symboldbild: Nadia Schärli

Wie die Gemeinde Kerns schreibt, wird von den Eltern ein einmaliger Beitrag von 200 Franken erhoben, wenn die Kinder die neuen Geräte erhalten. «Die Kinder dürfen die Laptops mit nach Hause nehmen und privat nutzen», sagt Hugo Sigrist, Bereichsleiter Bildung und Gesamtschulleiter, auf Anfrage. «Deshalb darf man einen Beitrag von den Eltern verlangen.» Die Schülerinnen und Schüler dürfen die Geräte zudem nach der Schulzeit behalten. Bei den älteren Geräten liegt der einmalige Beitrag bei 50, beziehungsweise 20 Franken.

Tiefere Klassen erhalten Tablets

Die Laptops sind Teil des Medien- und Informatik-Konzepts 2021–2025. Dieses führt das Konzept aus dem Jahr 2016 weiter und hängt mit dem Lehrplan 2021 zusammen. Das neue Konzept beinhaltet auch, dass den jüngeren Kindern während des Unterrichts Tablets zur Verfügung stehen. Die Klassen erhalten im Kindergarten jeweils zwei Tablets. Die ersten beiden Klassen verfügen über fünf Tablets und die dritte und vierte Stufe über jeweils zehn Tablets pro Klasse.

Damit die Schule das Konzept umsetzen kann, beschafft die Gemeinde Kerns insgesamt 60 iPads und 160 Notebooks. Für die Notebooks ist eine Firma in Alpnach zuständig, für die iPads eine aus Deitingen im Kanton Solothurn, also kein lokaler Betrieb. «Das hängt mit den Lizenzen zusammen, die wir für die iPads brauchen», erklärt Hugo Sigrist. So gäbe es nur wenige Firmen in der Schweiz, welche die Lizenzen anbieten.

Die Beschaffung von Hardware und Software, sowie externe Dienstleistung kosten die Gemeinde Kerns im Jahr 2021 rund 200'000 Franken. Im Jahr darauf rechnet sie mit einem Aufwand von rund 145'000 Franken. Der jährliche Betrag soll sich bis im Jahr 2025 auf rund 130'000 Franken reduzieren. In diesen Beträgen enthalten ist ab 2022, dass jährlich rund 70 Schülerinnen und Schüler in der 5. Klasse mit neuen Geräten ausgerüstet werden. Für die pädagogische Begleitung sowie den Support im Zusammenhang mit den über 500 im Einsatz stehenden Geräten ist schulintern ein Gesamtpensum von 100 Stellenprozenten vorgesehen.

Die Schule erneuert ihre Website

Ausserdem gibt die Gemeinde Kerns bekannt, dass der Internetauftritt der Schule überarbeitet wird. Seit rund 10 Jahren besteht die aktuelle Website. Die jetzige Technologie und Gestaltung sei nicht für die Anwendung mit Smartphones, Tablets oder unterschiedlichen Grössen von Bildschirmen geeignet. Deshalb wird die Schule in Zusammenarbeit mit der Firma Docono aus Alpnach eine neue Website erstellen. Damit will sie den heutigen Anforderungen gerecht werden. Dieser Auftritt soll auf den Beginn des neuen Schuljahres 2021/22 online gehen.