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OBWALDEN: Neuer Anlauf zum Auenschutz in Engelberg gibt zu reden

In der Engelberger Aue Alpenrösli-Herrenrüti sollen Biker, Wanderer und der Naturschutz nebeneinander Platz haben. Doch das angepasste Reglement stösst ebenfalls auf Widerstand.
Franziska Herger
Von Bikern und Wanderern gerne genutzt: die Aue Alpenrösli-Herren­rüti in Engelberg (Aufnahme von 2015). (Bild: PD)

Von Bikern und Wanderern gerne genutzt: die Aue Alpenrösli-Herren­rüti in Engelberg (Aufnahme von 2015). (Bild: PD)

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

Der Regierungsrat macht einen zweiten Versuch, den Schutz der Aue Alpenrösli-Herrenrüti in Engelberg zu regeln. Das Gebiet gehört seit 2003 zu den Auenlandschaften von nationaler Bedeutung. Der Kanton muss daher eine Schutz- und Nutzungsplanung erlassen. Ein erstes Reglement wies der Kantonsrat aber im Januar 2016 an den Regierungsrat zurück. Es sei nicht mit der geplanten Bike-Route zwischen den Brücken Goldboden und Alpenrösli vereinbar.

Daraufhin ging der Kanton nochmals über die Bücher. Im ergänzten Reglement, das der Regierungsrat nun am 27. Oktober dem Kantonsrat zur Genehmigung vorlegt, ist die Markierung einer Bike-Route ausdrücklich erlaubt. Wie bereits in der Version von Ende 2015 ermöglicht es auch notwendige Eingriffe zum Hochwasserschutz. Extensive Alpwirtschaft, Jagd, Fischerei und naturnahe Waldwirtschaft sollen ebenfalls weiterhin möglich sein und mit dem Schutz der Tier- und Pflanzenwelt vereinbart werden. Baudirektor Josef Hess ist zufrieden mit dem ergänzten Reglement: «Was bisher Sorgen gemacht hat, ist jetzt geregelt. Ich gehe davon aus, dass die Schutz- und Nutzungsplanung nun genehmigt werden kann.»

Verbreiterung des Wanderwegs gestrichen

Anders sieht dies SVP-Präsidentin Monika Rüegger, die 2016 mit allen Engelberger Ratsmitgliedern und der SVP-Fraktion den Rückweisungsantrag stellte und als Engelberger Vertreterin an den Abklärungen zur Reglementsergänzung beteiligt war. «Ich persönlich behalte mir vor, diesen Nachtrag abzulehnen.» Der Grund: Ursprünglich hatte das ergänzte Reglement auch eine Verbreiterung des Wanderwegs erlaubt. Der Artikel wurde jedoch infolge Einsprachen von Umweltorganisationen und privaten Betroffenen angepasst, da auf dem bestehenden Wanderweg das Nebeneinander von Bikern und Wanderern auch ohne bauliche Massnahmen möglich sei, wie der Kanton mitteilt. «Das Reglement in heutiger Form bringt keine Klarheit, sondern lässt wieder alles offen», so ­Rüegger. Der Pfad sei sehr schmal, Biker würden auf der Wiese daneben vorbeifahren. «Warum der Regierungsrat in seinem Bericht trotzdem von einer möglichen Doppelnutzung redet, ist nicht nachvollziehbar.»

Das Argument der Regierung, die mögliche Verbreiterung des Weges gehe über den Auftrag des Kantonsrates hinaus, lässt Rüegger nicht gelten. «Das Re­glement sollte so angepasst werden, dass auf dem Wanderweg eine offizielle Bikestrecke markiert werden kann. Wenn die Wanderer und Biker nicht aneinander vorbeikommen, ist dieser Auftrag nur halbbatzig ausgeführt.» Ohne plausible Erklärung des Regierungsrates sei auch ein erneuter Rückweisungsantrag denkbar.

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