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OBWALDEN: Noch drei Kandidaten treten zum zweiten Regierungsrats-Wahlgang an

Nur Christian Schäli (CSP), Daniel Wyler (SVP) und Michael Siegrist (CVP) steigen am 8. April in den zweiten Wahlgang um die beiden noch offenen Regierungsratssitze. Ausschlaggebend wird sein, zu wem die frei werdenden Stimmen wandern.
Franziska Herger
Sie treten wieder an (von links): Michael Siegrist, Daniel Wyler und Christian Schäli. (Bilder: PD)

Sie treten wieder an (von links): Michael Siegrist, Daniel Wyler und Christian Schäli. (Bilder: PD)

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

Nachdem die Bisherigen Josef Hess (parteilos), Christoph Amstad (CVP) und Maya Büchi (FDP) die Wahlhürde im ersten Anlauf geschafft haben, stehen am 8. April noch drei Regierungsratskandidaten zur Wahl. Es sind dies Christian Schäli (CSP), Daniel Wyler (SVP) und Michael Siegrist (CVP). Der Parteilose Florian Spichtig und Jürg Berlinger (CVP), der ohne die Unterstützung seiner Partei angetreten war, haben ihre Kandidatur vor dem zweiten Wahlgang zurückgezogen. «Ich bin nach wie vor sehr enttäuscht über das Resultat», sagte Jürg Berlinger gestern auf Anfrage. Der Sarner Gemeindepräsident hatte am Sonntag am wenigsten Stimmen erhalten. «Den Volksentscheid gilt es aber zu respektieren, ich schaue zuversichtlich nach vorne.» Im Gespräch mit seinem überparteilichen Komitee und der CVP-Parteileitung habe er beschlossen, nicht wieder anzutreten. Er betont: «Es wurde von Seiten der CVP keinerlei Druck auf mich ausgeübt.»

Für den offiziellen CVP-Kandidaten Michael Siegrist aussprechen wollte sich Berlinger nicht. «Die Wähler werden entscheiden.» CVP-Präsident Bruno von Rotz bestätigte Gespräche mit Berlinger. «Wir waren uns einig, dass er nicht mehr antritt.» Siegrist, der im ersten Wahlgang auf dem drittletzten Platz landete, gegen einen anderen Kandidaten auszutauschen, sei nie ein Thema gewesen. «Die Chancen für seine Wahl sind intakt. Unter den über 4000 Wählern von Jürg Berlinger werden einige ihre Stimme nun Siegrist geben», ist er überzeugt.

FDP-Unterstützung für SVP ist naheliegend

Auch Florian Spichtig begründete gestern den Rückzug seiner Kandidatur: «Es macht für mich nicht Sinn, den mir nahestehenden Kandidaten Stimmen wegzunehmen.» Der Sachsler Gemeindevizepräsident meint damit vor allem Christian Schäli, wie er auf Nachfrage sagte. «Es wäre schön, wenn er in die Regierung käme. Konsequenz meines Verzichts wird zudem wohl sein, dass auch Michael Siegrist mehr Stimmen erhält.» Dass sich dies zum Nachteil von Daniel Wyler auswirken könnte, sei wohl ein weiterer Nebeneffekt, so Florian Spichtig. «Andererseits wäre eine SVP-Vertretung in der Regierung aufgrund des Wähleranteils der Partei verdient.»

Darauf pocht Monika Rüegger, Präsidentin der SVP. Daniel Wyler kam am Sonntag hinter Christian Schäli der Wahl am nächsten. «Die Wähler wären gut beraten, die SVP in die Regierung einzubinden, damit sie das Kräfteverhältnis im Kantonsrat besser widerspiegelt.» Die grossen Aufgaben, die auf Obwalden zukommen, im Parlament durchzubringen, werde sonst schwierig.

Fraglich ist, wen die Parteien unterstützen, die keinen Kandidaten (mehr) im Rennen haben. Die SP hatte im Vorfeld der Wahlen Christian Schäli und Florian Spichtig zur Wahl empfohlen. ­Josef Stalder, Co-Präsident der CSP, hofft daher auch auf Stimmen von links. «Das wäre eine Möglichkeit für Christian Schäli, ein noch besseres Resultat zu ­machen als im ersten Wahlgang.» Bei der FDP scheint eine Unterstützung von Daniel Wyler naheliegend. «Rein politisch betrachtet müsste man damit rechnen», sagt Monika Rüegger. FDP-Parteipräsident Hans-Melk Reinhard meint auf Anfrage: «Wie bereits im Herbst kommuniziert, stehen wir für eine ausgewogene rechtsbürgerliche Regierung ein.» Offiziell will die Partei jedoch erst am Freitag über ihre Wahlempfehlung informieren.

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