Obwalden
Obwaldner CVP behält das C im Namen

Die Mitglieder haben entschieden: Die Partei heisst künftig «CVP Obwalden - die Mitte».

Philipp Unterschütz
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Das Interesse der Parteimitglieder war gross. 54 Prozent machten bei der Urabstimmung zur künftigen Namensgebung bei der CVP Obwalden mit. Einbezogen war auch die Junge Mitte Obwalden. 149 Stimmen gab es für den Parteinamen «Die Mitte». 153 wollten beim Namen CVP bleiben. Damit ist das Verdikt klar, für eine komplette Namensänderung wäre eine Zweidrittelmehrheit nötig gewesen. Die kantonale Partei heisst künftig also «CVP Obwalden - die Mitte».

Bruno von Rotz, Präsident der CVP Obwalden.

Bruno von Rotz, Präsident der CVP Obwalden.

Bild: PD

Wie Parteipräsident Bruno von Rotz auf Anfrage mitteilte, habe man sich schon früh für den Weg entschieden, zuerst das Parteiprofil zu schärfen. «Wofür stehen wir ein? Das kommt für uns vor dem Namen.» Es sei immer klar gewesen, dass man die Mitglieder darüber befragen wolle. «In Obwalden haben wir mit dem C im Namen eigentlich nie ein Problem gehabt, das war bei uns kein Thema», sagt Bruno von Rotz.

Insofern ist der Parteipräsident auch nicht überrascht über das Votum der Parteimitglieder, er habe das nach vielen Gesprächen erwartet. Man sei mit vier Gemeindepräsidien und den meisten Gemeinderäten im Kanton gut aufgestellt. «Es gibt keinen Handlungsbedarf in Obwalden.» Eine Reaktion aus der nationalen Parteizentrale habe er noch nicht erhalten. Es sei übrigens von dieser Seite keinerlei Druck auf die kantonale Parteileitung ausgeübt worden, den neuen Namen «Die Mitte» durchzudrücken.

In einer Medienmitteilung, welche die CVP Obwalden - die Mitte herausgegeben hat, betont die Partei, dass sich auch an den Inhalten und Werten nichts ändern werde. Die Politik der CVP richte sich nach wie vor nach der christlichen Ethik. «Obwalden braucht zwingend eine starke Partei, die aus der politischen Mitte heraus für tragfähige Lösungen zu Gunsten unseres Kantons vorausgeht», schreibt die Partei. Man wolle bei regionalen Themen die relevante politische Kraft in der Mitte sein «und nicht nur Problembewirtschaftung betreiben». In anderen Ländern sehe man, zu welchen Problemen die zunehmende Polarisierung führe.