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OBWALDEN: Pannenstreifen-Fahrer sind der Polizei ein Dorn im Auge

Die Polizei zieht eine positive Zwischenbilanz zur Mittelleitplanke auf der A 8. Ein Phänomen macht ihr aber Sorgen.
Matthias Piazza
Die Autostrasse A8, hier bei der Einfahrt Alpnach. (Bild: Corinne Glanzmann)

Die Autostrasse A8, hier bei der Einfahrt Alpnach. (Bild: Corinne Glanzmann)

Gestern jährte sich ein rabenschwarzer Tag in der Geschichte der Autostrasse A 8 in Obwalden. Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich am 5. September 2014 zwei schwere Frontalkollisionen bei Alpnach. Die traurige Bilanz: ein Todesopfer und fünf Verletzte. Das Bundesamt für Strassen (Astra) reagierte und montierte im November auf dem 6,8 Kilometer langen Abschnitt provisorische Mittelleitplanken, die zuletzt durch starke Verformungen im Hitzesommer von sich reden machten (wir berichteten).

Marco Niederberger, Chef der Obwaldner Verkehrs- und Sicherheitspolizei, zieht ungeachtet dessen eine positive Zwischenbilanz: «Frontalkollisionen gehören seit einem Jahr der Vergangenheit an.» Doch trotz der guten Erfahrungen setzt Niederberger auf die Ankündigung des Astras, das Provisorium bis 2020 durch definitive Leitplanken zu ersetzen – mit genügend Zwischenraum und breiterem Pannenstreifen.

Denn die Polizei beobachtet ein unschönes Phänomen auf der A 8: «Es gibt Autofahrer, die mehrheitlich mit zwei Rädern auf dem Pannenstreifen fahren, weil sie sich vermutlich durch die Leitplanke eingeengt fühlen – trotz dreieinhalb Meter breiter Fahrspur. Das kann gefährlich werden, wenn ein Fahrzeug auf dem Pannenstreifen steht.»

Fahrplan des Bundes hinterfragt

Zweifel, ob der Bund angesichts der finanziellen Lage bis 2020 die Pannenstreifen verbreitert und «richtige» Mittelleitplanken baut, hegt Hubert Schumacher, Präsident der TCS-Sektion Obwalden. Doch auch er begrüsst «die provisorischen Mittelleitplanken sehr, sie verhindern Frontalkollisionen und erlauben wieder Tempo 100».

«Für mich ist erfreulich, dass wir nun vor schweren Unfällen verschont blieben», sagt der Alpnacher CSP-Kantonsrat Leo Spichtig. Immer wieder hatte er sich politisch für mehr Sicherheit auf der A 8 eingesetzt und sieht sich bestätigt. «Mit der Mittelleitplanke ist mein Ziel erreicht.» Überrascht hatte ihn das rasche Einlenken des Bundes nach den tragischen Unfällen von 2014. Denn dieser hatte sich zuvor mehrmals davor gesträubt, Mittelleitplanken zu verbauen. «Einen grossen Beitrag leistete auch Nationalrat Karl Vogler, der zweimal in der bundesrätlichen Fragestunde der Forderung nach mehr Sicherheit auf der A 8 Nachdruck verlieh – ergänzend zu meinen beiden Vorstössen im Kantonsrat», so Spichtig.

Rettungskräfte nicht eingeschränkt

Zurück zum bestehenden Provisorium: Auch der Winterdienst habe bisher erstaunlich gut geklappt, hält Marco Niederberger fest. Zufrieden ist er auch mit der Abwicklung bei Unfällen. «Die Rettungsfahrzeuge konnten bis jetzt bei stehender Fahrzeugkolonne problemlos über den Pannenstreifen an den Unfallort gelangen.»

Matthias Piazza

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