OBWALDEN: Personalversicherungskasse soll auf gesunde Beine kommen

Die Personalversicherungskasse des Kantons Obwalden (PVO) will mit höheren Beiträgen, Rentenkürzungen und Leistungsabstrichen einer weiteren Unterfinanzierung entgegenwirken. Der Regierungsrat hat eine entsprechend angepasste Verordnung in die Vernehmlassung geschickt.

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Wegen der Demografie werden die Versicherten immer älter und beziehen länger Renten. (Symbolbild Keystone / Steffen Schmidt)

Wegen der Demografie werden die Versicherten immer älter und beziehen länger Renten. (Symbolbild Keystone / Steffen Schmidt)

Einerseits würden die Versicherten aufgrund der demografischen Entwicklung immer älter und bezögen länger Renten, teilte die Obwaldner Regierung am Mittwoch mit. Andererseits sei es auf dem Kapitalmarkt schwierig, Renditen für die Vorsorgegelder zu erwirtschaften, um der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken.

Der Deckungsgrad der Kasse lag Ende 2014 bei 106 Prozent. Für das Jahr 2014 wies die PVO eine Unterfinanzierung von rund 318'000 Franken aus. Für das Jahr 2015 rechnet sie mit einem Defizit von rund 436'000 Franken.

Der Vorstand der Pensionskasse will die Finanzierung der Kasse neu regeln. So will er von einer Kollektivfinanzierung zu einer individuellen Finanzierung wechseln. Die Kollektivmodell sieht unabhängig von der Altersstruktur der Arbeitnehmer für den Arbeitgeber einen fixen Beitragssatz vor. Neu soll der Beitragssatz für jüngere Versicherte tiefer, für ältere höher ausfallen.

Für die Sanierung will die PVO konkret den Umwandlungssatz für die Rentengelder innert sieben Jahren um total 0,8 Prozent senken. Zudem sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer mehr Geld einzahlen. Für den Kanton als Arbeitgeber erhöht sich der Beitrag um 1,6 Prozent oder 540'000 Franken. Die Angestellten sollen jährlich 420'000 Franken oder im Schnitt 1,23 Prozent zusätzlich zahlen.

Daneben will die PVO Risikobeiträge senken und die Alterskinderrente streichen. Bei der Invalidenkinderrente soll zudem der Anspruch eingeschränkt werden.

Die Vernehmlassung dauert bis am 18. März 2016. Das neue Reglement soll ab Anfang 2017 gelten. Die vorgeschlagenen Anpassungen haben laut Regierung auf bereits Pensionierte keine Auswirkungen. Die heute ausbezahlten Renten würden nicht gekürzt.

Der Personalversicherungskasse Obwalden gehören der Kanton, die Gemeinden, die kantonalen öffentlich-rechtlichen Anstalten wie Kantonalbank, Elektrizitätswerk, Kantonsspital und kantonale Ausgleichskasse sowie Korporationen und weitere öffentliche oder gemeinnützige Organisationen an. Die Kasse zählte Ende 2014 54 Arbeitgeber, 2771 Versicherte und 695 Rentenbezüger. (sda)