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OBWALDEN: Peter und die Wilden sind auf der Zielgeraden

Lukas Egger und Ueli Niederberger wollen Kindern alte Brauchtümer, Sagen und Mythen in Buchform näherbringen. Noch fehlen den beiden Giswilern 8500 Franken im Crowdfunding.
Illustrator Lukas Egger (links) und Texter Ueli Niederberger mit Zeichnungen aus ihrem Bilderbuchprojekt. (Bild: Philipp Unterschütz (Sarnen, 10. November 2017))

Illustrator Lukas Egger (links) und Texter Ueli Niederberger mit Zeichnungen aus ihrem Bilderbuchprojekt. (Bild: Philipp Unterschütz (Sarnen, 10. November 2017))

«Bis jetzt ist die Crowdfunding-Aktion super gelaufen. Wir erhielten viel positives Feedback zu unseren geplanten Kinderbüchern, auch von ausserhalb unseres Bekanntenkreises», freut sich Lukas Egger, der zusammen mit Ueli Niederberger in einer Serie alte Brauchtümer, Sagen und Mythen aus dem Herzen der Schweiz in Bildergeschichten verpacken will.

Die Geschichten der beiden Giswiler drehen sich um die Wilden, die man von der Älpler­chilbi her kennt. Der Wildmann und das Wildweib führen mit anderen von der Dorfgemeinschaft verstossenen Menschen in den Alpen ein freies Leben.

«Über die Weihnachtstage lief es etwas harziger»

Der erste Band handelt von Peter, einem Buben, der von zu Hause wegläuft, weil er sich in seiner Familie, im Dorf und in der Schule nicht akzeptiert fühlt. In den Bergen wird er von den Wilden in ihre Gemeinschaft aufgenommen. In den weiteren Bänden sollen Innerschweizer Sagen und Geschichten aus der Sicht von Peter und den Wilden erzählt werden. Jedes Buch soll etwa 30 Seiten umfassen – mit einem grossen Bild pro Seite. Ueli Niederberger schreibt die Texte, Lukas Egger illustriert. Die Finanzierung des ersten Bandes wollen die beiden breit abstützen: mit Stiftungen, Sponsoren und über ein Crowd­funding. 25000 Franken sollen über das laufende Crowd­funding zusammenkommen. Nach einem erfolgreichen Start am 20. November des vergangenen Jahres seien die Aktivitäten in den vergangenen Wochen etwas zurückgegangen. «Vor allem über die Weihnachtstage lief es etwas harziger. Die Leute hatten wahrscheinlich anderes im Kopf», lacht Lukas Egger.

Projekt steht und fällt mit dem Crowdfunding

Zwei Drittel der über Crowdfunding angestrebten 25000 Franken sind aber schon beisammen. «Mit 16500 Franken kam die bisher grösste Summe zusammen, die ein Projekt der Obwaldner Kantonalbank auf der Crowd­funding-Plattform Funders je ­erreicht hat», freut sich Lukas ­Egger. 93 Unterstützer zählt das Projekt bereits.

Aufatmen wäre aber fehl am Platz. Denn die fehlenden 8500 Franken müssen bis Ende Januar zusammenkommen. «Würden wir die Schwelle der angestrebten 25000 Franken nicht erreichen, käme das Crowdfunding nicht zu Stande, und wir erhielten keinen roten Rappen.» So funktioniere das System, gibt Lukas Egger zu bedenken. «Für unser Projekt wäre das dramatisch. Es steht und fällt mit dem Crowdfunding.» Dabei zähle jeder auch kleinere Betrag. «Es gibt auch Gegenleistungen», erklärt Lukas Egger. «Je nach Höhe des Beitrags erhält man beispielsweise ein signiertes Buch, eine Vernissage auf der Alp oder gar ein Originalaquarell.»

Kommt die Finanzierung zusammen, werden die beiden noch diesen Sommer den ersten Band realisieren, der im kommenden Herbst erhältlich sein wird.

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

www.funders.ch(Stichwort «Peter und die Wilden»).

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