OBWALDEN: Regierung kontert Vorwürfe

Wer ausserhalb der Bauzone bauen will, hat es leichter als früher. So will es der Bund. Mit der Umsetzung sorgt der Kanton bei Planern und Bau­herren für Unmut.

Christoph Riebli
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Der Kanotn Obwalden ist für Planer und Bauherren zu langsam in der Umsetzung der Bestimmungen des Bundes über das Bauen ausserhalb der Bauzonen. (Symbolbild) (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Der Kanotn Obwalden ist für Planer und Bauherren zu langsam in der Umsetzung der Bestimmungen des Bundes über das Bauen ausserhalb der Bauzonen. (Symbolbild) (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

«Da wird aufs Schönwetterprogramm umgeschaltet», meint CVP-Kantonsrat und Bauplaner Hampi Lussi zur Antwort der Regierung auf seinen parlamentarischen Vorstoss «Bauen ausserhalb der Bauzone». Lussi will unter anderem wissen, bis wann die Baudirektion die vom Bund angepassten Bestimmungen umsetze. Denn die Teilrevision des Raumplanungsgesetzes und der Raumplanungsverordnung ist seit dem 1. November 2012 in Kraft.

«Die Architekten und die Betroffenen wurden seither vom Kanton in mehreren Etappen vertröstet», moniert Lussi. Sein Planungsbüro betreue 25 Bauprojekte ausserhalb der Bauzone, die teilweise schon seit fast einem Jahr sistiert seien.

Rückwirkend in Kraft gesetzt

Wenige Tage bevor Hampi Lussi seinen Vorstoss an der letzten Kantonsratssitzung einreichte, habe die Regierung die angepassten Richtlinien zum Bauen ausserhalb der Bauzone bereits rückwirkend auf den 1. April erlassen und die Änderungen des dazugehörigen Praxishandbuches zur Kenntnis genommen, wie Baudirektor Paul Federer erklärt. Und: «Die Umsetzung innerhalb von sechs Monaten ist nicht so schlecht.» Dies besonders, da der Koordinationsaufwand unter den einzelnen Stellen sowie die Komplexität der Materie hoch gewesen seien. Zudem habe der Bund die neuen Bestimmungen zwar auf den 1. Juli 2012 in Aussicht gestellt, erst drei Tage vor Inkrafttreten seien diese aber tatsächlich eingegangen.

Viele Bauwillige hätten ihre Projekte wohl «freiwillig sistiert», da sie sich von den neuen Bestimmungen Vorteile erhoffen, folgert Baudirektor Paul Federer.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung oder im E-Paper.