OBWALDEN: Retter verzeichnen traurigen Rekord

2013 leistete die Alpine Rettung Sarneraatal mehr als dreimal so viele Einsatzstunden wie sonst. Zu beklagen waren fünf Tote.

Marion Wannemacher
Drucken
Teilen
Die Canyoningrettungsgruppe an der Kleinen Schliere in Alpnach am Üben. (Bild: PD)

Die Canyoningrettungsgruppe an der Kleinen Schliere in Alpnach am Üben. (Bild: PD)

«2013 war für uns ein spezielles Jahr», bilanzierte Bruno Odermatt, Präsident der Rettungsstation Sarneraatal, zu Beginn der GV am Wochenende im Restaurant Eleven beim Sportplatz Sarnen. Fünf Tote, vier davon in Obwalden und einer im Berner Oberland sei die traurige Bilanz des vergangenen Jahres, betonte Rettungschef Martin Küchler. Die Mitglieder der Alpinen Rettung Schweiz Sarneraatal (ARS) haben 680 Retterstunden geleistet. Zum Vergleich: Im fünfjährigen Mittel sind es 200 pro Jahr.

Aufwendige Suchaktionen

Als «aufwendiges Jahr» bezeichnete Küchler 2013. «Viele Einsatzstunden waren in der Nacht, es gab drei aufwendige Suchaktionen mit anspruchsvollen Einsatzleitungen.» Allein die Suche nach dem vermissten Snowboarder im Gebiet der Bettenalp Anfang Januar vergangenen Jahres hatte 300 Rettungsstunden beansprucht und zum grössten Teil nachts stattgefunden.

Tatsache ist auch, dass die Bergrettung Gefahren mit sich bringt. Ziel sei deshalb auch für 2014, die Einsätze rasch, unfallfrei und zuverlässig abzuwickeln, betonte Martin Küchler. Alle aktiven Mitglieder müssen mindestens zwei Übungen pro Jahr absolvieren. Die ARS verfügt über speziell ausgebildete Einheiten, so über eine Canyoning- und eine Bahnrettungsgruppe. Auch 2014 laufen viele Fortbildungen: Sommer- und Winterrettungskurs, Kurse mit den Themen Lawinen, Canyoning, Seilbahnrettung, Medizin und ein Einsatzleiterkurs.