OBWALDEN: Rettung der Panoramawelt ist vorerst gescheitert

Das Konkursverfahren rund um die Panoramawelt Lungern-Schönbüel AG ist eingestellt worden. Für das Konkursverfahren ist zu wenig Geld vorhanden. Soll es weitergeführt werden, müssten Gläubiger Geld vorschiessen.

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Ein Schild weist auf den Ausverkauf der Panoramawelt in Lungern hin. Das Bild stammt vom 22. August 2014. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Ein Schild weist auf den Ausverkauf der Panoramawelt in Lungern hin. Das Bild stammt vom 22. August 2014. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Das im Mai 2014 eröffnete Konkursverfahren gegen das Bahnunternehmen wurde mit einem Entscheid des Obwaldner Kantonsgerichts vergangene Woche eingestellt, wie das Betreibungs- und Konkursamt am Freitag mitteilte.

Eine Übernahme des Bahnbetriebes durch Dritte habe sich nicht als mögliche Verwertungsart erwiesen, heisst es in der Mitteilung. Aus dem Kreis der Interessenten seien in den vergangenen Monaten keine konkreten Angebote eingetroffen.

Soll das Konkursverfahren weitergeführt werden, müssen Gläubige bis am 9. Februar erst einen Vorschuss in der Höhe von 8000 Franken leisten. Die bisherigen Verfahrenskosten wurden aus dem Erlös eines im August 2014 durchgeführten zweitägigen Ausverkaufs des Kleininventars der Bahnen gedeckt.

Für die Durchführung des ganzen Konkursverfahrens reiche der Erlös jedoch nicht aus, schreibt das Konkursamt. Neben den üblichen Aufwendungen hätten insbesondere hohe Versicherungskosten bezahlt werden müssen.

Die Pendel- und Sesselbahnen in Lungern Schönbüel stehen seit zwei Jahren still. Ende März 2013 hatte das Bundesamt für Verkehr nach einer Kontrolle den Betrieb eingestellt. Die Behörde hatte bei den Bahnen der Panoramawelt schon seit Jahren betriebliche und organisatorische Mängel festgestellt.

Das Obwaldner Tourismusgebiet mit dem auf 2011 Meter über Meer gelegenen Schönbüel liegt in der Nähe des Brünigpasses.

Ein Konkurs wird mangels Aktiven eingestellt, wenn der Schuldner nicht genügend liquide Mittel besitzt, um die Kosten für das summarische Konkursverfahren zu decken. Das Konkursverfahren wird nur durchgeführt, falls ein Gläubiger dies verlangt und einen entsprechenden Kostenvorschuss leistet.

Davoser Schlitten waren sehr beliebte Objekte. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
13 Bilder
Paul Odermatt, Technischer Leiter Klewenalp, beim Aufladen von Davoser-Schlitten. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Nils Gehri hat ebenfalls den Anhänger voll mit Davoser-Schlitten. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Zwei Besucher des Ausverkaufs tragen auf der Zwischenstation Turren einen Schlitten weg. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Heidi Gasser und Reiner Werren aus Lungern beim Einladen ihrer gefundenen Schnäppchen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Heidi Gasser und Reiner Werren aus Lungern beim Einladen ihrer gefundenen Schnäppchen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Auch die Tische sind heiss begehrt. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Regula Vogler aus Lungern hat ein Paar Ski ergattert. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Tobias Pfister aus Kägiswil mit einem Kaaffekocher. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Martin Enz aus Giswil mit einem Davoserschlitten. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Ein Käufer zieht mit einem Tisch von dannen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Der Bagger ist bereits aufgefahren. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Konkursamtlicher Ausverkauf der stillgelegten Panoramawelt. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Davoser Schlitten waren sehr beliebte Objekte. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

pd/rem