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OBWALDEN: Schneemangel und Indianer zuhauf am Giswiler Umzug

Mit 27 Nummern bot der Giswiler Fasnachtsumzug allerlei Unterhaltsames und liess das Jahr mit verschiedenen Sujets Revue passieren.
Lea Kathriner
Die Bickelstumpfer mit einer Olympia-Nummer. (Bild: Romano Cuonz (Giswil, 11. Februar 2018))

Die Bickelstumpfer mit einer Olympia-Nummer. (Bild: Romano Cuonz (Giswil, 11. Februar 2018))

Lea Kathriner

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Die Air Glacier aus Zermatt transportierte Touristen aus aller Welt drei Meter über den Köpfen der erstaunten Fasnächtler. Mehrere Skipisten wurden, trotz Schneemangel im Flachland, extra für die Giswiler Hauptstrasse präpariert. Und Winnetou und Co. froren selbst bei winterlichen Temperaturen nicht.

Der Giswiler Fasnachtsumzug, der nicht nur bei den Vollblut-Fasnächtlern, sondern auch vielen anderen Obwaldnern fix im Kalender steht, zieht Jung und Alt auf die Strasse. Autokolonnen, gefüllte Züge und Heerscharen an Fussgängern künden das närrische Spektakel an, welches fast eineinhalb Stunden dauern wird.

Währenddem sich die Wagenbaugruppen einreihen und zur Musik aufwärmen, beanspruchen die jüngeren Fasnächtler die noch blitzeblank daherkommende Strasse für sich und ihre Rauchbomben und Frauenfürze. Ende Umzug wird derselbe Fleck Teer Geschichten von Konfetti, Schnee, Schaum und verspiesenen Bonbons erzählen.

«Äs krachet und poled»

Am Giswiler Fasnachtsumzug wird manches Ereignis auf die Schippe genommen, so etwa die einem Kohlenwerk ähnelnde Farbe des neuen Giswiler Gemeindehauses oder der Vorschlag für eine 30er-Zone – «Da tiänd eim ja nu d Schnägge uberholä!»

Den Sarnern droht mit dem Bau des Hochwasserstollens eine ausgetrocknete Aa, mit entsprechenden Konsequenzen für Wäscheweiber und Fischer. Auch nationale und internationale Themen werden in aufwendigst und bis ins letzte Detail liebevoll umgesetzten Wagen und Gruppenmottos thematisiert. So etwa das Schneeräumungsproblem der neuen Stoos-Standseilbahn, das Schneechaos im Wallis, die No-Billag-Initiative, die Olympia-Sportler, welche sich an der Doping-Bar bedienen, und die Melchaatobelhäxä mit ihrer Insektenküche.

Auch Trump ist anzutreffen, mitsamt Coiffeursalon. Der Umzug wäre natürlich nicht komplett ohne die Guuggenmusiken, welche die doch etwas fröstelnden Zuschauer zu etwas Bewegung animieren. Und wenn die Besucher meinen «Das isch äbä Giswil», dann meinen sie, dass es «krachet und poled» und auch mal laut wird zwischen den Skipisten und Indianerlagern, denn dann zeigt sich das Tefflifiäber. Der grosse Giswiler Fasnachtsumzug ist halt doch «etwas anders als die anderen».

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