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OBWALDEN: «Schulreisli» führt Bundesrat nach Sarnen

Hoher Besuch im Kanton: Der Bundesrat macht seine diesjährige Reise nach Obwalden und in den Aargau. Die Bevölkerung ist zu einem Apéro mit der Regierungsspitze eingeladen. Bei der Kantonspolizei Obwalden ist man vorbereitet.
Marion Wannemacher
So wie auf der letzten Bundesratsreise in Saanen geniessen Bundesrat Alain Berset und Bundesrätin Doris Leuthard bald die Begegnung mit Obwaldnern auf dem Dorfplatz von Sarnen. (Bild: Lukas Lehmann/Keystone (8. Juli 2016))

So wie auf der letzten Bundesratsreise in Saanen geniessen Bundesrat Alain Berset und Bundesrätin Doris Leuthard bald die Begegnung mit Obwaldnern auf dem Dorfplatz von Sarnen. (Bild: Lukas Lehmann/Keystone (8. Juli 2016))

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@ obwaldnerzeitung.ch

Manche Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und über andere wird im Vorfeld gar nicht gross berichtet. Zu Letzteren gehört das allsommerliche Schulreisli des Bundesrates. Traditionsgemäss führt dieses seit 1957 in den jeweiligen Heimatkanton der amtierenden Bundespräsidentin oder des amtierenden Bundespräsidenten.

Dieses Jahr geht die Reise der sieben Spitzenpolitiker in die Kantone Aargau und Obwalden. «Das ist für uns eine Ehre, wenn der gesamte Bundesrat nach Obwalden kommt. Es freut uns, dass sich Doris Leuthard dafür entschieden hat, da sie ja das zweite Bürgerrecht in Sarnen hat», kommentiert Landammann Franz Enderli den nicht alltäglichen Besuch. Hintergrund: Die Bundespräsidentin ist verheiratet mit Roland Hausin, einem Bürger von Sarnen.

Einladung zum Apéro mit den höchsten Politikern

Offiziell lädt der Kanton die Obwaldner Bevölkerung seit gestern auf seiner Webseite zum Apéro am 7. Juli mit dem Bundesrat ein. Einfach ist es nicht, etwas über den Anlass im Vorfeld herauszufinden, einzig, dass Doris Leuthard selbst das Programm bestimmen wird, lässt die Kommunikationsabteilung verlauten.

Verantwortlich für die Sicherheit ist die Polizei mit dem Bundessicherheitsdienst. «Natürlich sind das nicht nur wir von der Kantonspolizei Obwalden, sondern auch andere Einheiten aus dem Zentralschweizer Polizeikonkordat, auch die Zentralschweizer Interventionseinheit Luchs kommt da zum Zug», sagt Marco Niederberger, Leiter der Obwaldner Verkehrs- und Sicherheits­polizei. Die Zusammenarbeit laufe sehr professionell ab, betont er. Mit der Übung des Schutz­detachements des Bundesrates (SDBR) vor wenigen Wochen in Flüeli-Ranft habe die Bundesratsreise keinen Zusammenhang, so Niederberger. «Der SDBR ist grundsätzlich dafür zuständig, im Kriegsfall den Bundesrat zu schützen.» Wie nervös ist man in Zeiten von Terroranschlägen in Sarnen über den hohen Besuch?

«Man setzt alles natürlich dar­an, dass der Anlass ohne Probleme durchgeführt werden kann», sagt Marco Niederberger und gibt sich optimistisch. «Bisher lief der Anlass im Sinn eines Ausflugs ja immer reibungslos ab. Natürlich sind wir froh, wenn alles wie geplant abläuft wie bei jedem Grossanlass.» Von denen habe es in diesem Jahr zum 600-Jahr-Jubiläum von Bruder Klaus ja einige, erinnert er. Und es müsse ja auch kein Terroranschlag sein. Allein das Wetter könne bereits Unfälle auslösen. So hatte ein Unwetter beim Allwegschwinget am 11. September 2011 ein Festzelt verwüstet, zehn Personen verletzt und für Panik gesorgt.

Ganz aussergewöhnlich ist es allerdings für die Kantonspolizei Obwalden nicht, hohe Staatsgäste zu schützen, so etwa beim Weltcup-Skispringen. Doris Leuthard besuchte Obwalden zudem bereits schon zum Staatsakt des Jubiläums Bruder Klaus oder bei der Gewerbeausstellung 2009 in Kerns. Besonders ist es natürlich, den ganzen Bundesrat auf einmal im Kanton zu erleben. Für die Obwaldner Landfrauen jedenfalls, die den Apéro ausrichten dürfen, sei es «eine Riesenehre», wie es Romy Barmettler von der Apéro­gruppe ausdrückt. Bestellt ist etwas typisch Obwaldnerisches, «sehr einfach und bodenständig mit einem Hauch Eleganz», so die Landfrau. Ein Testessen gibt es nicht, und auch von einem Vorkosten aus Sicherheitsgründen sei bislang nichts bekannt. «Man vertraut uns einfach», so Romy Barmettler.

Hinweis

Apéro mit dem Bundesrat, Sarnen, Dorfplatz, Freitag, 7. Juli, 14.15 Uhr, bei schlechtem Wetter im Spritzenhaus. Dorfplatz und Brünigstrasse sind für den Verkehr gesperrt. Umfahrung über Linden- und Bahnhofstrasse.

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