OBWALDEN: Schutzbehörde erhält Aufschub auf Kosten der Gemeinden

Die Arbeitslast der Kesb ist nach wie vor hoch. Die schon aufgestockten Stellen werden bis Ende 2017 verlängert. Das soll die Gemeinden mehr kosten.

Christoph Riebli
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Bild: Markus von Rotz

Bild: Markus von Rotz

Mit mehr Stellen hätte sich die angespannte Situation der Obwaldner Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) bis Ende 2015 normalisieren sollen. Nur für so lange hatte der Regierungsrat beantragt, die Anzahl Stellen von 6 auf 10 zu erhöhen - und das zwei Jahre nach Start der Kesb im Jahr 2013. Grund: unerwartet hohe Arbeitslast. Nun soll die Frist gar bis Ende 2017 verlängert werden. Dazu legt die Regierung dem Kantonsrat einen Zwischenbericht zur Umsetzung des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts (Kesr) sowie Änderungen zur entsprechenden Verordnung vor. Das Parlament beschäftigt sich damit am 4. Dezember.

Für die Deckung der Mehrkosten will die Regierung ab 2015 die Gemeinden mit einer Abgeltung von 0,065 statt 0,045 Steuereinheiten (plus 44 Prozent) zur Kasse bitten.