OBWALDEN: Schwemmholz soll heizen helfen

Schwemmholz soll künftig sinnvoller genutzt werden, fordert SP-Kantonsrat Ambros Albert. Die Regierung nimmt das Anliegen auf.

Geri Wyss
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Nach dem Unwetter 2005 türmten sich in Sarnen Berge von Schwemmholz auf. (Bild Robert Hess)

Nach dem Unwetter 2005 türmten sich in Sarnen Berge von Schwemmholz auf. (Bild Robert Hess)

Jedes Jahr fallen in Obwalden stattliche Mengen an Schwemmholz an. Doch wohin damit? Und wie kann man das Holz allenfalls verwerten? Der Giswiler SP-Kantonsrat Ambros Albert will mit einem Vorstoss erreichen, dass das Schwemmholz im Kanton verwertet wird. Heute müsse der Kanton für die Entsorgung des Schwemmholzes einen grossen Aufwand betreiben, hält er fest. Oft werde das Holz gehäckselt, teils ausserkantonal gewaschen und danach in eine speziell ausgerüstete Heizanlage geführt.

Holzhaufen als Lebensraum

Der Regierungsrat empfiehlt nun die Annahme des Postulats von Ambros Albert und Mitunterzeichnende. Er will darauf hinarbeiten, dass die neue Heizzentrale des Sarner Wärmeverbundes auch auf die Verwertung von Schwemmholz ausgerichtet wird. In Obwalden gibt es im Moment kein leistungsfähiges Holzheizwerk, welches grössere Mengen Schwemmholz verwerten könnte. Der Kanton hegt aber die Absicht, in Zukunft diverse Arten von Holz zur Energiegewinnung in Obwalden einsetzen zu können.

Ambros Albert, Urheber des Vorstosses, zeige sich erfreut über die aufgezeigten Perspektiven, schreibt die SP-Fraktion in einer Mitteilung zur Antwort der Regierung. Damit könne für eine bedeutende Holzmenge eine Verwendung gefunden werden, die ökologisch und wirtschaftlich eine grosse Verbesserung bringe.