Obwalden setzt jetzt das Tourismusgesetz um

Weil der Kanton Nidwalden das Tourismusgesetz nicht mehr in diesem Jahr umsetzen kann, gründet der Kanton Obwalden eine eigene Tourismus AG. Sie soll künftig die Tourismusabgaben erheben.

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Obwalden nimmt die Vermarktung fürs Sarneraatal (im Bild Flühli-Ranft) in die eigene Hand. (Bild: Swiss-Image / Roland Gerth)

Obwalden nimmt die Vermarktung fürs Sarneraatal (im Bild Flühli-Ranft) in die eigene Hand. (Bild: Swiss-Image / Roland Gerth)

Nachdem der Landrat des Kantons Nidwalden das Tourismusförderungsgesetz an den Regierungsrat zurückgewiesen hat, ist die geplante Gründung einer gemeinsamen Obwalden und Nidwalden Tourismus AG im laufenden Jahr nicht mehr möglich. Deshalb gründet der Kanton Obwalden nun eine eigene Tourismus AG für die Vermarktung des Sarneraatals und die Erhebung der Tourismusabgaben, wie die Staatskanzlei in einer Mitteilung schreibt.

In einem zweiten Schritt soll der Kanton Obwalden die Beteiligung mehrheitlich an die touristischen Leistungsträger abgeben. Das Know-how und die vorhandenen Mittel von Vierwaldstättersee Tourismus sollen übernommen werden. Der Verwaltungsrat der neuen Tourismus AG soll aus maximal sieben Mitgliedern bestehen, wobei ihm je ein Mitglied des Regierungsrats und des Kantonsrats, der Gemeinden, der Bahnbetriebe,
von Gastro Obwalden, der Hoteliers und aus dem Kreis der Tourismusvereine angehören sollen.

Die Gründung wird nötig, weil Vierwaldstättersee Tourismus die Arbeit definitiv einstellt und im Sarneraatal die neue Tourismusabgabe ab dem 1. Januar 2013 nicht mehr von den Gemeinden, sondern vom Kanton erhoben wird.

pd/rem