Obwalden
Siegerprojekt des Begegnungszentrums Sarnen wird im Januar 2022 präsentiert

Anlässlich der Reformierten Kirchgemeindeversammlung Obwalden wurden Einzelheiten über das geplante Begegnungszentrum Sarnen bekannt.

Markus Villiger
Drucken

Kirchgemeindepräsident Hansueli Kessler leitete am Sonntagvormittag erstmals die Kirchgemeindeversammlung der Obwaldner Reformierten. Ursula Vogel-Schwank, Kirchgemeinderätin und Jurymitglied, erläuterte das weitere Vorgehen bezüglich des geplanten Begegnungszentrums Sarnen. 24 Architekten aus der ganzen Schweiz beteiligten sich am öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerb für den Neubau des Begegnungszentrums. Die eingereichten Projektarbeiten wurden durch eine neun Mitglieder zählende Jury geprüft und am 2. Dezember wurde das Siegerprojekt festgelegt.

Das Architekturbüro, das den Wettbewerb gewonnen hat, ist zurzeit noch nicht bekannt und wird bis im Januar 2022 unter Verschluss gehalten. Der Kirchgemeinderat wird an seiner ersten Sitzung im Januar den Beschluss der Jury offiziell bestätigen. Im Rahmen einer Vernissage mit geladenen Gästen findet am 20. Januar die Präsentation des Siegerprojekts statt. Da die Platzzahl in der reformierten Kirche in Alpnach beschränkt ist, werden anschliessend an die Vernissage alle eingereichten 24 Projekte an öffentlichen Besichtigungen präsentiert. Diese finden am 22. und 23. sowie 28. bis 30. Januar statt.

Vielfältige Nutzung des Begegnungszentrums

Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Obwalden beabsichtigt, am bestehenden Kirchenstandort Sarnen einen Ersatzneubau für ein vielfältig nutzbares Begegnungszentrum zu realisieren. Entstehen sollen im Wesentlichen ein grösserer Kirchenraum mit einem Bühnenbereich sowie ein angegliederter und zuschaltbarer Mehrzweckraum, die zusammengelegte oder separate Veranstaltungsformate ermöglichen sollen. Weiter sind ein einladender Eingangs- und Foyerbereich, eine zentral gelegene Cafeteria mit Küche, ein Kinderhort, ein Schulraum und ein Atelierwerkraum geplant. Das neue Begegnungszentrum benötigt Verwaltungsräume, zwei Wohnungen und einen unterirdischen Parkplatz. Die Aussenräume sollen ebenfalls vielfältige Nutzungen und Aufenthalte ermöglichen und sich mit den Innenräumen vernetzen.

Machbarkeitsprüfung der Kollegi-Kirche als Alternative

Während der Vorbereitungen für den Architekturwettbewerb gelangte das Raumplanungsamt Sarnen mit einer Anfrage an den Kirchgemeinderat, ob die Kollegi-Kirche St.Martin in Sarnen mit dem angrenzenden Professorenheim allenfalls eine Alternative für den geplanten Neubau sein könnte. Aufgrund von Gesprächen mit und Besichtigung des Klosters sowie dem Denkmalschutz hatte der Kirchgemeinderat entschieden, die Alternative zu überprüfen.

Die erst kürzlich präsentierten Ideen des Klosters kamen äusserst überraschend. Mit dem anschliessend geführten zweiten Gespräch hat sich gezeigt, dass eine gemeinsame Nutzung nicht kombinierbar ist und aus diesem Grund wurde die Überprüfung der Machbarkeit eingestellt.

Neue Kirchgemeinderätin

Aus dem Kirchgemeinderat musste Gertrud Wermelinger verabschiedet werden. Während elf Jahren arbeitete sie äusserst engagiert im Kirchgemeinderat mit. Als ihre Nachfolgerin wählte die Versammlung einstimmig Karin Furger.

Das Budget 2022 des Verbandes der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden des Kantons Obwalden wurde von Präsident Michael Candrian vorgestellt, das mit einem Aufwand von 73'100 Franken abschliesst. Diskussionslos wurde das Budget 2022 genehmigt. Es muss im kommenden Frühling von den Reformierten von Engelberg noch gutgeheissen werden.

Das Budget 2022 der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Obwalden (alter Kantonsteil) präsentierte Finanzchef Fritz Hostetmann. Der Ertragsüberschuss wird mit 5600 Franken ausgewiesen, dies bei einem Ertrag von rund 2,037 Millionen Franken und einem Aufwand von 2,03 Millionen Franken. Auch diese Budgetvorlage wurde einstimmig genehmigt. Am 1. November konnte, wie an der Kirchgemeindeversammlung zu vernehmen war, mit Patricia Helfenstein-Burch die Stelle beim Sekretariat nahtlos wieder besetzt werden. Sie wird zudem auch für Informationen und Medienberichte zuständig sein. Hierfür wurde in einem Kleinpensum eine neue Stelle geschaffen.