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OBWALDEN: So feiert Obwald seinen 10. Geburtstag

Dieses Jahr wird das Volkskulturfest Obwald zwei Wochen dauern. Martin Hess lädt Formationen ein, die das Fest geprägt haben.
Romano Cuonz
Eine Formation aus Vietnam wird den internationalen Schwerpunkt in der ersten Obwald-Woche setzen. (Bild: PD)

Eine Formation aus Vietnam wird den internationalen Schwerpunkt in der ersten Obwald-Woche setzen. (Bild: PD)

«Mir scheint, dass die Impulse, die vom Obwald ausgehen, im Kanton Wirkung zu zeigen beginnen», schreibt der künstlerische Leiter Martin Hess in seinem Rechenschaftsbericht an die Regierung. Und nach neun Ausgaben darf er auch feststellen, dass ein Anliegen, das die Obwaldner Regierung schon zu Beginn hatte, weitgehend erfüllt ist: «Die Auswirkung des Volkskulturfestes und mit ihm des Kantons hat stetig zugenommen – wir sind, meine ich, auf dem Weg, eine schweizerische Institution zu werden.» Grund genug also, dieses Jahr den 10. Geburtstag gebührend zu feiern. Erstmals mit einem gleich zweiwöchigen Fest: vom 2. bis zum 11. Juli. Und erstmals auch mit einer abendfüllenden Fernsehübertragung.

Höhepunkte wieder aufleben lassen

«Dass es das Volkskulturfest Obwald nach zehn Jahren noch gibt, ist nicht das Verdienst von uns Organisatoren, sondern jenes von zahlreichen Musikerinnen und Musikern», stellt Martin Hess fest. «Sie haben es geprägt.» Am liebsten hätte Hess zum Jubiläum gleich all die Musiker aus all den Ländern und Kantonen nochmals eingeladen. Doch dies hätte jeden Rahmen gesprengt! Wer aber sollte die Auswahl treffen? «Selber entscheiden wollte ich nicht», sagt Hess. Deshalb habe er alle Vorstandsmitglieder an einer Sitzung gefragt, was sie in den neun Jahren am meisten berührt habe. Intensive Gespräche ergaben, dass für den internationalen Schwerpunkt in der ersten Woche Vietnamesen und Sarden sorgen sollten. In der zweiten Woche aber würden aus dem Ausland Andalusier, Mexikaner und die Solistin Chimi Wango aus Bhutan anreisen. Aus Schweizer Sicht sollen Muotathaler, Appenzeller, Toggenburger, Berner und das Freiburger Quartett Les Armaillis nicht fehlen. «Auch möchte ich zum Jubiläum möglichst vielen verschiedenen Obwaldner Formationen Auftritte ermöglichen», verrät Hess.

Vietnam trifft auf Giswil

Wer einen kleinen Vorgeschmack auf die Obwald-Jubiläumsausgabe erhalten möchte, kann sich vier kurze Filme auf der Website des Festivals anschauen. Da begegnen sich beispielsweise die talentierte junge Giswiler Solojodlerin Tamara Riebli und die nicht viel ältere Vietnamesin Nguyen Thi Trung. Die Obwaldner Bergwelt und die Farbigkeit Vietnams als Kulissen verfliessen zu einem Bild. Die Melodie aber, die die beiden verbindet, ist Ruedi Rymanns wunderschöner Jodel «Hech obä». Ein anderes Zusammentreffen: Die Muotathaler Jodler von Natur pur nehmen auf der Glattalp alte «Juiz» auf, die sie so von ihren Vätern und Grossvätern geerbt haben. Auf ihre unverfälschte, von keiner Jodelfestjury beeinflusste ureigene Weise in zwei statt drei Stimmen. Dazwischen begegnet man immer wieder der Vietnamesin Nguyen Kieu Anh im unglaublichen Gewimmel von Hanois Strassen. Was sie mit den Muotathalern gemeinsam hat, schildert Hess so: «Auch diese moderne, junge Frau singt Lieder, die seit dem 11. Jahrhundert von den Frauen in der Familie weitergegeben wurden.» Am Obwald 2015 werden sie sich auf der Bühne begegnen. Das ist der Geist des Volkskulturfests.

Auch Überraschungen geplant

«Schlussendlich geht es bei echter Volkskultur immer um Haltung», bringt es Martin Hess auf den Punkt. Die Haltung von Natur pur unterscheide sich nicht von jener des Mädchens Kieu Anh, deshalb funktioniere es, wenn man diese Bilder zusammensetze. «Diese Haltung aufzuzeigen, wird meine Motivation sein, solange ich das Obwald mache», verspricht Hess. Doch soll das Publikum auch Überraschungen erleben. So hat Hess Naturjuize aus Obwalden nach Vietnam mitgenommen. «Dort haben wir eigens fürs Obwald 2015 ein Orchester zusammengestellt», erzählt Hess. «Die Musiker lieben diese Melodien und haben sie mit ihren Instrumenten einstudiert.» Man darf gespannt sein! Auch auf die Verbindung zwischen den beim Publikum so beliebten Siidhang und dem neuen Ho’n-Viet-Orchester.

Eigenes Programm fürs Fernsehen

«Bislang wünschte ich nicht, dass die besondere Stimmung unseres Fests durch Fernsehkameras und Scheinwerfer beeinträchtigt wird», sagt Martin Hess. Dieses Jahr aber heisst er das Fernsehen – am Dienstag zwischen den Wochenenden – zu einer abendfüllenden Aufzeichnung aller Darbietungen willkommen. Da werden die Höhepunkte beider Blöcke mit einbezogen: eben auch Andalusiens Flamenco, Mexikos Feuer, Bhutans Urlieder. Oder Obwaldner Bödeler, Muotathaler Gäuerler und Freiburger Ranz-des-Vaches-Sänger. Ein Melodienstrass zum Geburtstag! Nicht einfach nach Noten, sondern viel mehr auch nach Tradition und Überlieferung.

Hinweis

Exklusiver Vor-Vorverkauf vom 2. bis 7. März bei allen Filialen der Obwaldner Kantonalbank. Filme und Programmhinweise auf www.obwald.ch.

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