Obwalden sorgt sich um Nationalrat Karl Vogler

Nationalrat Karl Vogler unternahm einen Suizidversuch. Die psychische Belastung sei unerträglich geworden, teilt er mit. Die Betroffenheit darüber ist gross.

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Nationalrat Karl Vogler. (Bild: Markus von Rotz / Neue OZ)

Nationalrat Karl Vogler. (Bild: Markus von Rotz / Neue OZ)

«In den letzten Tagen bin ich persönlich an meine Lebensgrenzen gestossen.» Er wolle in zwei Wochen über seine Gesundheit und darüber informieren, wie es mit ihm weitergehe, liess Nationalrat Karl Vogler am Sonntag mitteilen. Die Meldung kam von seinem Parteifreund und CSP-Regierungsrat Franz Enderli. Dieser bestätigte, dass Vogler Ende vergangener Woche einen Suizidversuch unternommen habe.

Das löst im politischen Obwalden grosse Betroffenheit aus. Selbst Walter Wyrsch, Präsident der CSP, welcher Vogler angehört, sagt, er sei «aus allen Wolken gefallen». Es habe im Vorfeld bei den letzten Kontakten mit ihm keine Anzeichen in diese Richtung gegeben.

Fachleute betreuen Vogler

Auch FDP-Fraktionspräsident Martin Ming reagierte gestern ungläubig und überrascht. Alle drei betonen, es sei wichtig, Vogler nun die nötige Zeit und Ruhe zu gönnen, um dann zu entscheiden, wie es beruflich und politisch weitergehen soll. Enderli betont, es gehe Vogler den Umständen entsprechend wieder gut. Oberste Priorität habe nun seine vollständige Genesung, weshalb er «an einem ruhigen Ort von Fachleuten betreut» werde.

Karl Vogler ist jener ehemalige Präsident der Rechtspflegekommission, welcher im Buch von Hanspeter Durrer («Sein Wille geschehe») kritisiert wird.

mvr.

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Obwaldner Zeitung.</em>