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OBWALDEN: SP stört sich am Schweigen der Regierung wegen Studie zu «Schneeparadies»

Warum gibt der Kanton eine Studie zum «Schneeparadies» Titlis/Frutt/Hasliberg in Auftrag und behält sie dann unter Verschluss? Die SP verlangt dazu Auskunft im Kantonsrat.
Markus von Rotz
Dereinst für Winter- und Sommersportler besser verbunden? Blick vom Titlis über Engstlenalp- und Tannalp­see zur Melchsee-Frutt (oben im Bild). (Bild: Markus von Rotz)

Dereinst für Winter- und Sommersportler besser verbunden? Blick vom Titlis über Engstlenalp- und Tannalp­see zur Melchsee-Frutt (oben im Bild). (Bild: Markus von Rotz)

Markus von Rotz

markus.vonrotz@obwaldnerzeitung.ch

«Die betroffenen Bergbahnen sollen eingeladen werden, die Vision des Zusammenschlusses noch einmal konkret anzugehen.» Diese Ziel definierte der Kanton Obwalden im Zusammenhang mit einer Studie über das Zusammengehen der Skigebiete Engelberg, Melchsee-Frutt und Hasliberg, die bereits seit 2004 im Gespräch, nun aber schon längere Zeit sistiert ist.

2016 wurde der Hochschule Luzern im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Im Rahmen der Interviews dazu wurden ebenso die Umweltverbände befragt. Namentlich hat auch Marc Germann, Geschäftsführer des WWF Unterwalden, daran teilgenommen. «Wir haben damals gefragt, ob wir die Ergebnisse dannzumal erhalten würden.» Ausser einem Versprechen, das Anliegen weiterzuleiten, habe er bisher nichts gehört. Das sei störend, weil diese Studie ja auch mit öffentlichen Geldern erstellt worden sei. Auf eine Nachfrage beim Obwaldner Volkswirtschaftsamt habe es ausser einer Eingangsbestätigung keine Antwort gegeben. Nun habe sich die SP entschlossen, politisch etwas Druck zu machen, weil der WWF als Verband das ja nicht direkt im Parlament könne.

Die SP will von der Regierung wissen, ob sie sich nicht zur Auskunft verpflichtet sehe, weil ja öffentliches Geld dafür ausgegeben werde, was die Haupterkenntnisse seien und ob sie angesichts der Vorbehalte in der Bevölkerung zum diskutierten Zusammenschluss nicht das Geld mit anderen Prioritäten ausgeben sollte.

Nur Ideen, nicht Projekte

Beim kantonalen Volkswirtschaftsdepartement war gestern dazu keine Auskunft zu erhalten. Auf Kritik unserer Zeitung an der 2015 nicht öffentlich durchgeführten Vernehmlassung zu diesem Thema – eingeladen waren primär Verbände und interne Ämter – hatte Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker mit den Worten reagiert, es gehe hier «nicht um Projekte, sondern um Ideen», und jede der im Umsetzungsprogramm aufgelisteten Ideen komme erst nach der Genehmigung durch den Bund «in die politische Diskussion».

Gemäss Ausschreibung auf der NRP-Webseite enthalte die Machbarkeitsstudie «wesentliche Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen, welche dem Volkswirtschaftsdepartement dazu dienen, das Ziel des Zusammenschlusses der drei Bergbahnen, wie im Umsetzungsprogramm 2016 bis 2019 vorgesehen, weiter zu verfolgen.» Der Zusammenschluss ist nach wie vor auch Bestandteil des Obwaldner Richtplans. Der Kantonsrat hielt im Dezember 2006 mit 35:9 Stimmen ausdrücklich daran fest. Die Beantwortung des Vorstosses ist aktuell für die Mai-Sitzung vorgesehen.

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