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OBWALDEN: Stiftung spendet Hilfe und Trost

Seit 20 Jahren gibt es die Stiftung für Sterbe­begleitung. Jährlich nehmen 30 bis 40 Menschen in Obwalden diese Hilfe in Anspruch.
Adrian Venetz
Oft braucht es eine helfende Hand und Zuwendung, wenn ein Mensch im Sterben liegt. (Bild Florian Arnold)

Oft braucht es eine helfende Hand und Zuwendung, wenn ein Mensch im Sterben liegt. (Bild Florian Arnold)

Die meisten Menschen möchten nicht alleine sterben. Was aber, wenn die sterbende Person ohne Familie und Freunde ist? Oder wenn die Angehörigen keine Zeit haben, oder mit der Situation schlicht überfordert sind? In solchen Fällen kommen in Obwalden die Sterbebegleitpersonen, unterstützt durch die Emma-Gremli-Schäli-Stiftung für Sterbebegleitung, zum Einsatz.

Die Stiftung wurde 1995 aus dem Nachlass von Emma Gremli-Schäli gegründet. Die Sarnerin hinterliess einen Teil ihres Vermögens mit der Auflage, eine Stiftung zur Förderung der Sterbebegleitung im Kanton Obwalden zu errichten.

Immer weniger sterben daheim

«Die Ziele und Aufgaben der Stiftung haben sich in den letzten 20 Jahren nur unwesentlich verändert», erklärt Stiftungsratspräsident und alt Gemeinderat Max Gasser aus Alpnach. Anders als früher sei es heute aber immer weniger die Regel, dass Menschen zu Hause sterben und dabei von ihren Familienangehörigen im Sterbeprozess begleitet werden.

Bei familiärer Überlastung und auf Wunsch der todkranken Person und deren Angehörigen stehen in allen Obwaldner Gemeinden gut ausgebildete Sterbebegleitpersonen zur Verfügung. Insgesamt sind rund 80 Personen für die Stiftung im Einsatz – vorwiegend Frauen im Pensionsalter. Sie stehen den Sterbenden «mit menschlicher Nähe bei, mit Liebe und Unterstützung, sei dies zu Hause, im Spital oder im Alters- und Pflegeheim», sagt Max Gasser.

Der weitaus grösste Teil der Sterbebegleitung erfolgt im Alters- und Pflegeheim und im Spital. Die freiwilligen Sterbebegleitpersonen übernehmen keine medizinischen Aufgaben, sondern leisten psychologische Unterstützung. «Sei es durch Zuhören, Vorlesen, auf Wunsch gemeinsames Beten – oder einfach durch das ‹Da-sein›», erläutert Max Gasser. Die Sterbebegleitung ist kostenlos und erfolgt meistens in der Nacht. Dass eine solche Stiftung auch in der heutigen modernen Zeit genügend freiwillige Personen findet, beeindruckt Max Gasser.

Mitmenschliche Zuwendung

Gasser sagt, dass im Kanton Obwalden jährlich zwischen 30 und 40 sterbende Menschen die Hilfe der Stiftung in Anspruch nehmen. «Manchmal sind es nur einzelne Nächte, manchmal kann es auch länger dauern.»

Für die Sterbebegleitung stehen die Linderung des Leidens und die mitmenschliche Zuwendung im Vordergrund, nachdem die Lebensverlängerung kein erklärtes Ziel mehr sein kann. Die Stiftung ist gut vernetzt mit dem Kantonsspital, den Alters- und Pflegeheimen in den Gemeinden und weiteren Dienstleistern im Pflegebereich.

Neue Angebote

Auch für die Zukunft will die Stiftung gerüstet sein und ihre Dienste im Rahmen neuer Angebote wie Palliative Care im Kanton sowie dem Hospiz Zentralschweiz für Patienten aus Obwalden – dies ebenfalls eine Stiftung – anbieten. Im geplanten Hospiz Zentralschweiz sollen todkranke Menschen jeglichen Alters auf ihrem letzten Weg gut betreut, gepflegt und begleitet werden. Das Hospiz befindet sich momentan in der Projektphase, laut Max Gasser darf aber in naher Zukunft mit einem definitiven Standortentscheid gerechnet werden.

Adrian Venetz

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