OBWALDEN: Stille – oder zumindest leise – Regierungsratswahl

Im Kanton Obwalden verzichten FDP, CSP und SP auf eine Kandidatur um die Nachfolge des zurücktretenden Finanzdirektors Hans Wallimann (CVP). Die SVP entscheidet nächste Woche.

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Ein Mann wirft seine Zettel in einem Wahlbüro in eine Urne. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)

Ein Mann wirft seine Zettel in einem Wahlbüro in eine Urne. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)

In Obwalden zeichnet sich für die Regierungsratsersatzwahl am 28. Februar für die Stimmbürger eine kleine oder gar keine Auswahl ab. Nach der SP nahmen sich auch die FDP und CSP aus dem Rennen.

Die FDP werde mit keinem eigenen Kandidaten antreten, sagte am Mittwoch Geschäftsführer Jonas Reif auf Anfrage. Gleicht tönt es bei der CSP. Die CSP sei mit einem Sitz gut in der Regierung vertreten, erklärte Co-Parteipräsident Christian Schäli.

Die SP teilte mit, sie vertraue bei der Kandidatenauswahl der CVP. Verschiedene SP-Mitglieder hätten bereits grosse Engagements in Gemeinden, Kanton und Gerichten. Alle hätten sich entschieden, dass sie ihre Energie weiterhin in ihrer momentanen Tätigkeit einsetzen wollten, hält Co-Präsidentin Nicole Wildisen in einer Stellungnahme fest.

Keine offizielle Namen

Die Christlichdemokraten sind entschlossen, ihren zweiten Sitz in der Regierung zu verteidigen. Eine Findungskommission führt Gespräche mit möglichen Kandidaten. Gemäss SRF-Regionaljournal haben zwei Mitglieder des Kantonsrates ihr Interesse angemeldet: zum einen die Rechtsanwältin und CVP-Fraktionspräsidentin Lucia Omlin, zum anderen CVP-Co-Präsident Christoph Amstad, Leiter der Raiffeisen-Geschäftsstelle Sarnen.

Noch nicht in die Karten blicken lässt sich die SVP. Die Delegierten würden an einem Parteitag am 15. Januar entscheiden, ob und allenfalls mit wem die Partei antrete, sagte SVP-Kantonalpräsident Albert Sigrist.

Am 28. Februar 2016 wählen die Obwaldnerinnen und Obwaldner einen Nachfolger für Finanzdirektor Hans Wallimann. Der 62-jährige CVP-Politiker und Vater der Obwaldner Tiefsteuerstrategie gab im vergangenen November bekannt, nach 17 Jahren im Regierungsrat einer jüngeren Persönlichkeit Platz machen zu wollen.

Eingabefrist für Kandidaten läuft am 18. Januar ab. Neben Hans Wallimann gehören der fünfköpfigen Obwaldner Regierung Niklaus Bleiker (CVP, seit 2004), Franz Enderli (CSP, 2009), Paul Federer (FDP, 2010) und Maya-Büchi-Kaiser (FDP, 2014) an.

(sda/rem)