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OBWALDEN: Strasse ins Melchtal soll sicherer werden

Der Kanton nimmt den Ausbau der Melchtalerstrasse an die Hand. Knapp 1,5 Millionen Franken kostet eine erste Etappe.
Adrian Venetz
Im Winter ein Problem: Eis an den Felsen entlang der Strasse. (Bilder PD)

Im Winter ein Problem: Eis an den Felsen entlang der Strasse. (Bilder PD)

Adrian Venetz

Das Projekt steht schon länger auf der Pendenzenliste des Kantons. Wegen anderer, dringenderer Strassenarbeiten wurden die Sanierung und der Ausbau der Melchtalerstrasse immer wieder verschoben. Nun aber macht der Kanton vorwärts: Für fast 1,5 Millionen Franken will er die erste Etappe an die Hand nehmen. Der Kredit kommt am 2. Dezember vor den Kantonsrat.

Breiter und sicherer

Diese erste Etappe betrifft einen besonders engen, rund 200 Meter langen Strassenabschnitt im Gebiet Eistlibach unmittelbar vor der gedeckten Holzbrücke über die Grosse Melchaa (siehe Bild). Der Zustand dieses Abschnitts sei «klar am schlechtesten», wie die Regierung in der Botschaft zuhanden des Parlaments schreibt. Vorgesehen ist, die Strasse zu sanieren und talseitig auf 6,5 Meter zu verbreitern. Lehnenkonstruktion und Stützmauer sollen neu gemacht werden, zudem soll die bergseitige Felswand vor Erosion geschützt werden. Gerade im Winter, wenn die Strasse besonders stark frequentiert ist, zeigt sich immer wieder das Problem, dass die feuchte Felswand regelrecht von Eismassen «eingekleidet» wird (siehe Bild). Herabfallende Eisbrocken werden auf der engen Strasse dann erst recht zu einer Gefahr für den Verkehr.

Besonders Car- und Postauto-Chauffeure dürften eine Verbreiterung der Strasse herbeisehnen. Wie Baudirektor Paul Federer auf Anfrage sagt, sei der Kanton zwar nicht mit Reklamationen konfrontiert worden, doch gerade von Seiten der Buschauffeure habe es «schon einige Anmerkungen gegeben», was die Sicherheit der Melchtalerstrasse betreffe.

Bis Ende der kommenden Wintersaison muss man sich aber noch gedulden. Die Arbeiten für die erste Etappe werden nämlich erst im Mai 2016 in Angriff genommen. «Infolge der knappen finanziellen Ressourcen des Kantons werden die Arbeiten etappiert und auf zwei Jahre verteilt», schreibt die Regierung in der Botschaft. «Die Bauausführung der Hauptarbeiten ist für die Jahre 2016 und 2017 vorgesehen» – dies jeweils von April bis September. Zu kompletten Strassensperrungen werde es während der Bauarbeiten nicht kommen, sagt Baudirektor Federer. Kurze Wartezeiten seien aber unumgänglich, da der Verkehr in diesem Abschnitt teils einspurig mit Ampeln geführt werden wird.

«Kernser sind sicher glücklich»

Die vorberatende Parlamentskommission wird sich morgen Freitag mit dem Geschäft befassen. Kommissionspräsidentin Hanny Durrer (FDP, Kerns) sagt «aus persönlicher Sicht», der Ausbau und die Sanierung dieses Strassenabschnitts sei gewiss «wünschenswert für alle, die Richtung Melchtal und Melchsee-Frutt fahren». Auch die Gemeinde begrüsse das Projekt. «Die Kernser sind sicher glücklich, wenn es nun vorwärtsgeht.»

Weitere Etappen folgen

Die nun anstehende erste Etappe ist lediglich eines von insgesamt acht Teilprojekten auf der 3 Kilometer langen Strecke zwischen St. Niklausen und Melchtal. Die einzelnen Abschnitte sind zwischen 70 und 250 Meter lang und werden in den kommenden Jahren etappiert ausgebaut und saniert. Gemäss Paul Federer rechnet man mit einem Zeithorizont von 8 bis 10 Jahren, bis alle acht Teilprojekte abgeschlossen sind. Eine Kostenschätzung rechnet mit Gesamtkosten von rund 5,5 Millionen Franken. Das nun vorliegende erste Teilprojekt ist mit knapp 1,5 Millionen Franken das teuerste.

Der Kanton misst der Strasse eine hohe Bedeutung zu: «Die Kantons­strasse ins Melchtal erschliesst als einzige Strasse das Siedlungsgebiet ins Melchtal mit dem Dorf Melchtal. Die Strasse ist auch die einzige Verbindung zur Melchsee-Frutt», so die Begründung in der Botschaft. Die Zukunft bei der Erschliessung der Frutt liege beim öffentlichen Verkehr (Postauto) und beim Bus- und Carverkehr. Das Parkplatzangebot bei der Talstation Stöckalp ist beschränkt und darf nicht weiter ausgebaut werden. «Anders sieht es beim Busverkehr aus. Hier muss mit einer Zunahme gerechnet werden.»

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