Obwalden
SVP ergreift Referendum gegen Sanierung und Erweiterung der Psychiatrie Sarnen

Der Objektkredit ist der Partei zu hoch. Deshalb fordert sie, dass das Gebäude aus dem Denkmalschutz entlassen wird, um Kosten zu sparen.

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Der Kantonsrat hat am 24. März 2022 mit 33 zu 13 Stimmen bei zwei Enthaltungen dem Objektkredit für die Sanierung und Erweiterung der Psychiatrie Sarnen zugestimmt. Wie die kantonale SVP mitteilt, hat die Partei gegen diesen Objektkredit nun das Referendum ergriffen.

Die SVP Obwalden stelle sich mit dem Referendum nicht gegen die Luzerner Psychiatrie (Lups) am Standort Sarnen, aber die SVP wehre sich gegen die überteuerte Sanierung eines denkmalgeschützten Altbaus, teilt die Partei mit. Das alte Gebäude wurde 2018 unter Denkmalschutz von regionaler Bedeutung gestellt.

Gebäude bleibt unternutzt

Beim Planungskredit rechnete man mit 15 Millionen Franken und nun sind es über 22 Millionen Franken infolge Ertüchtigung der Statik, Erdbebensicherheit, Brandschutz und Energiemassnahmen. Hinzu kommt, dass anstelle der üblichen 10 Prozent bei Altbauten für Unvorhergesehenes, mit dem tieferen Satz von nur 5 Prozent veranschlagt wurde. Mehrkosten sind laut der SVP wahrscheinlicher und eine Kostenentwicklung nach oben sei offen.

Mit dieser Sanierung bestehen zukünftig keine Ausbau- und Erweiterungsmöglichkeiten. So bleibe das Grundstück nach Abschluss der Sanierung in seinem Volumen krass unternutzt (flächensparendes Bauen) und schliesst die Möglichkeit einer gemischten Nutzung mit zusätzlichen Einnahmen aus. Die SVP Obwalden fordert, dass der Altbau aus dem Denkmalschutz entlassen wird, damit ein energieeffizienter Neubau mit einer flexiblen Raumnutzung erstellt werden kann. (nke)