OBWALDEN: SVP will den Parteipräsidenten in der Regierung haben

Im Kanton Obwalden will die SVP am 9. März ihren ersten Sitz in der Regierung erobern. Sie hat am Mittwoch in Giswil Parteipräsident Albert Sigrist nominiert und nimmt somit den frei werdenden Sitz der FDP ins Visier.

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Albert Sigrist wurde von der SVP als Regierungsratskanditat nominiert. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Albert Sigrist wurde von der SVP als Regierungsratskanditat nominiert. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Sigrist ist 55 Jahre alt, Betriebsökonom und wohnt in Giswil. Er ist Mitglied des Kantonsrates. Seine Nomination war unbestritten und fiel einstimmig aus.

Damit stehen die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien fest, die sich an den Wahlen beteiligen wollen. Neben den vier Bisherigen - Paul Federer (FDP), Hans Wallimann (CVP), Niklaus Bleiker (CVP) und Franz Enderli (CSP) - sowie dem SVP-Kandidaten bewirbt sich auch Kantonsrätin Maya Büchi (FDP) um einen Regierungssitz. Die SP als kleinste Obwaldner Partei verzichtet auf eine Kandidatur.

Von den fünf amtierenden Regierungsmitgliedern tritt nur eines nicht mehr an, die freisinnige Sicherheitsdirektorin Esther Gasser Pfulg. Diese Vakanz eröffnet der SVP, der zweitstärksten Kraft im Parlament, die Chance, endlich einen Regierungssitz zu erobern.

Vor vier Jahren hatte der Kandidat der SVP gegen fünf Bisherige antreten müssen. Obwohl er das absolute Mehr übertraf, blieb ihm als letztplatzierter der sechs Kandidaten der Einzug in die fünfköpfige Exekutive verwehrt. (sda)