OBWALDEN: Teppichwäscher nahmen Kunden aus

In den Kantonen Obwalden, Zug, Luzern und Aargau wurden von Kunden Wucherpreise verlangt. Nun muss ein Teppichwäscher Busse zahlen.

Drucken
Teilen
Mit diesem Prospekt wurde in Obwalden geworben. (Bild: Repro Christoph Riebli)

Mit diesem Prospekt wurde in Obwalden geworben. (Bild: Repro Christoph Riebli)

Das Vorgehen war immer gleich. Im Strafbefehl der Obwaldner Staatsanwaltschaft, den der knapp 30-jährige Deutsche akzeptiert hat, geht es um verschiedene Fälle, in denen er Kunden immer nach der gleichen Masche bearbeitete, bis sie aus Unerfahrenheit und Überrumpelung eine Dienstleistung bestellten, die das 9- bis 16-fache des üblichen Preises kostete.

In den fünf Fällen in Engelberg, Wettingen AG, Cham, Hochdorf und Kaisten AG zwischen dem 1. Mai und dem 28. Juli 2014 ging es um Streitbeträge zwischen 2000 und 14 7000 Franken. Unter einem Vorwand wurden die zur Reinigung überlassenen Teppiche nicht (sofort) zurückgegeben, «um den Druck zur Zahlung zu erhöhen», wie es weiter heisst. Nun hat der Mann die Quittung wegen Wuchers erhalten: Eine Busse, eine bedingte Strafe und Gerichtskosten von 5300 Franken. Gegen ein weiteres Mitglied des Familienclans wird noch ermittelt.

Markus von Rotz