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OBWALDEN: Theke am Landenberg «aufgewachsen»

Sarnen wird am nächsten Samstag für einen Abend lang zu «Baren». An der längsten Bar der Welt wird im Dorfzentrum das Gästival gefeiert.
Der Lungerer Bildhauer Karl Imfeld hält ein Modell seiner Bartheke in den Händen. Daneben entsteht das Kunstwerk aus dem Holz eines 200-jährigen Riesen-Mammutbaums. (Bild Robert Hess)

Der Lungerer Bildhauer Karl Imfeld hält ein Modell seiner Bartheke in den Händen. Daneben entsteht das Kunstwerk aus dem Holz eines 200-jährigen Riesen-Mammutbaums. (Bild Robert Hess)

Robert Hess

Neben vielen andern Frauen und Männern wird auch der bekannte Lungerer Bildhauer Karl Imfeld einen Abend lang hinter seiner selbst gebauten Bar stehen und bestimmt viele fröhliche Gäste bedienen können. Mit rund 50 verschiedenen Bars feiert nämlich Obwalden Tourismus am Samstag, 30. Mai, ab 18 Uhr an der Hofstrasse, Poststrasse und Grossgasse das Jubiläum «200 Jahre Gastfreundschaft Zentralschweiz» das Gästival.

1989 wurde der Baum gefällt

Karl Imfeld hat zu seinem Arbeitsplatz vom nächsten Samstag eine besondere Beziehung. Er ist nämlich nicht nur Barmann, sondern auch Designer und Erbauer seiner rund 4 Meter langen und 90 Zentimeter breiten Bar­theke. Und das ganz Spezielle: Seine Bar besteht aus dem Holz eines Riesen-Mammutbaums, auch Wellingtonia genannt. Das wahrscheinlich aus Kalifornien eingeführte Bäumchen wurde vor langer Zeit am Landenberg in Sarnen gepflanzt und ist dort «aufgewachsen». «1989 ist der rund 30 Meter hohe Baum im Alter von 200 Jahren gefällt worden», berichtet der heute 62-jährige Lungerer Bildhauer.

Von der «gefallenen Wellingtonia» hat Imfeld damals rund 20 Meter mit einem Stammdurchmesser von rund 2 Metern gekauft und seither in Lungern gelagert zum Teil in dicke Bretter zersägt, zum Teil am Stück. Vor einigen Jahren hat der Baumstamm dem Künstler den Rohstoff für eine Skulptur in der OKB-Filiale Giswil geliefert.

So alt wie Jubiläumsorganisation

Nun kehrt ein gutes Stück des Riesen-Mammutbaums für einen Abend in den Hauptort zurück. Das 200-Jahr-Jubiläum Gastfreundschaft Zentralschweiz und die Idee von Obwalden Tourismus, das Fest vom 30. Mai an der längsten Bar der Welt zu feiern, war für Bildhauer Imfeld Anlass genug, aus den dicken Brettern der Wellingtonia eine Bartheke zu entwerfen und zusammen mit seinem Sohn, dem Holzbildhauerlehrling Damian, im eigenen Atelier aufzubauen.

Karl Imfeld sorgt auch bereits vor, falls das Wetter nicht mitspielt: Er konstruiert eine Überdachung seines schönen Werks. Der Bildhauer hält denn auch fest: «In meiner Bar steckt einiges an Wert.» Nach der Jubiläumsfeier will er einen Käufer suchen.

Lungerer Gemeinschaftswerk

Neben Karl Imfelds eigener Bar werden am 30. Mai zwei je rund 7 Meter lange Bretter seines Riesen-Mammutbaums als Bartheke für drei Lungerer Gastrobetriebe dienen. Die Cantina Caverna, das Hotel & Restaurant Kaiserstuhl sowie das Restaurant Bahnhöfli pflegen eine schöne Zusammenarbeit und bieten den Gästen am nächsten Samstag in der gemeinsamen Bar auch Speisen an, während sich Karl Imfeld in seiner «Cubi-Bar» auf einen Cocktail und Mineralwasser beschränkt. Die gesamte Lungerer Anlage steht am gleichen Standort im Sarner Dorfzentrum.

Anmeldungen noch möglich

Florian Spichtig, OK-Präsident und Präsident von Obwalden Tourismus, freut sich über das spezielle Gemeinschaftswerk aus Lungern. «Ich bin überzeugt, dass wir viele weitere originelle Bars sehen werden und ein schönes, gemütliches Jubiläumsfest feiern dürfen.» Dazu erwartet er nicht nur Einheimische, sondern hofft auf viele festlich gestimmte Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Schweiz. Zweitrangig sei, ob die Bar wirklich zur längsten der Welt wird. «Vielleicht ist sie nur die schönste!»

«Bunte Mischung ist garantiert»

«Aus heutiger Sicht werden am Samstag zwischen 45 und 50 Barbetriebe im Sarner Dorfzentrum stehen», sagt OK-Präsident Spichtig. Sie sind nicht aneinandergereiht, sondern stehen beieinander auf den zugewiesenen Plätzen. Die Barbetreiber am 200-Jahr-Jubiläum sind Einzelpersonen, Gastrobetriebe oder Vereine. «Eine bunte Mischung ist garantiert», freut sich Florian Spichtig.

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