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OBWALDEN: Trotz knapper Ressourcen schickt Obwalden Polizisten ans WEF

1000 Polizisten werden am Weltwirtschaftsforum in Davos nach dem Rechten sehen. Mit von der Partie ist auch ein Kontingent aus Obwalden. Trotz Spardruck soll das auch in Zukunft möglich sein, sagt Sicherheitsdirektor Christoph Amstad.
Franziska Herger
Regierungsrat Christoph Amstad fotografiert am 25. Januar 2017 in seinem Büro beim Polizeigebäude Sarnen. (Bild: Corinne Glanzmann / Obwaldner Zeitung)

Regierungsrat Christoph Amstad fotografiert am 25. Januar 2017 in seinem Büro beim Polizeigebäude Sarnen. (Bild: Corinne Glanzmann / Obwaldner Zeitung)

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch


Die Sicherheit am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos ist eine Herausforderung, die Polizeikorps aus der ganzen Schweiz gemeinsam meistern. Mit dem Besuch von US-Präsident Trump ist sie dieses Jahr noch grösser. Rund 1000 Polizisten werden nächste Woche neben dem Militär für Sicherheit sorgen. Auch Obwalden habe ein Aufgebot erhalten, sagt Sicherheitsdirektor Christoph Amstad.

Christoph Amstad, wie viele Obwaldner Polizisten werden nach Davos reisen?

Die genaue Zahl kann ich aus polizeitaktischen Gründen nicht nennen. Sie ist proportional zur Grösse der jeweiligen Polizeikorps. Wir haben wie jedes Jahr Anfang Dezember ein Gesuch für einen interkantonalen Polizeieinsatz erhalten, das wir auch bewilligt haben. Das ist eine Frage der Solidarität zwischen den Kantonen, in diesem Fall mit Graubünden. Wenn der Kanton Obwalden im Gegenzug polizeiliche Unterstützung braucht, wie etwa diesen Frühling für den Staatsakt zu 600 Jahren Bruder Klaus, dürfen wir auch auf die anderen Kantone zählen.

Gab es wegen Donald Trump ein Zusatzaufgebot?

Bis jetzt nicht. Ob noch eines kommt, darüber kann ich nur spekulieren. Der Besuch eines US-Präsidenten erfordert sicher ein grösseres Sicherheitsdispositiv als bei vielen anderen Staatsoberhäuptern. Wir würden ein Zusatzaufgebot sicher prüfen. 20 weitere Polizisten können wir aber sicher nicht nach Davos senden.

Die polizeilichen Ressourcen in Obwalden sind knapp. Wie kann der Einsatz in Davos kompensiert werden?

Wir erhalten für die sieben bis neun Einsatztage vom Kanton Graubünden 600 Franken pro Mann und Tag. Jeder Kanton ist grundsätzlich verpflichtet, das Gesuch um einen interkantonalen Einsatz zu bewilligen, unter der Voraussetzung, dass die Grundversorgung im eigenen Kanton sichergestellt ist. Die Sicherheit wird in Obwalden nächste Woche klar gewährleistet sein. Da das WEF jedes Jahr stattfindet, lassen sich wie in anderen Kantonen Prioritäten kurzzeitig schieben. Es geht sicher nicht das halbe Korps nach Davos.

In der Finanzstrategie 2027+, die im Herbst vors Volk kommt, sind Sparmassnahmen und Stellenabbau bei der Polizei vorgesehen. Sind die Einsätze am WEF künftig noch möglich?

Ja, wir werden auch weiterhin aus Solidarität mit den anderen Kantonen versuchen, interkantonale Einsätze wenn möglich zu leisten – und werden auch im Gegenzug sicher wieder einmal darauf angewiesen sein.

Sind die fürs WEF aufgebotenen Polizisten speziell ausgebildet?

Ja, die meisten von ihnen gehören zu einer Sondereinheit. Sie leisten primär Personenschutz und Sicherungseinsätze.

Auch das Weiterbildungsbudget der Polizei wird mit der neuen Finanzstrategie schrumpfen oder gar ganz gestrichen. Was geschieht mit der Sondereinheit?

Wir werden Prioritäten setzen müssen. Die Sondereinheiten sind wichtig. Jeder Kanton ist für seine innere Sicherheit verantwortlich, dazu gehört auch der Personenschutz etwa von Ministern und Staatsoberhäuptern. Vielleicht werden wir weniger Polizisten speziell ausbilden, doch die Weiterbildung und das Training müssen weiter gewährleistet bleiben.

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