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OBWALDEN: Veganes «Tatar» als Gaumenfreude

Immer am Freitag wird in der «Mühle» in Sarnen «andersch» gekocht und gegessen. Wirtin Rita Christen will mit dem veganen und glutenfreien Restaurant auch Fleischesser ansprechen.
Romano Cuonz
Wirtin und Köchin Rita Christen an der Arbeit in der Küche der «Mühle» in Sarnen. (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 23. März 2018))

Wirtin und Köchin Rita Christen an der Arbeit in der Küche der «Mühle» in Sarnen. (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 23. März 2018))

Romano Cuonz

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Es ist Freitagmittag in der Sarner Gaststube Mühle: Ein Dutzend Leute sitzen im stilvoll eingerichteten Lokal vor ihren Tellern mit bunt arrangierten Gerichten, die samt und sonders herrlich würzig duften. Ja, man spürt so richtig, wie zufrieden die Gäste sind. Kaum ein Geniesser, der zum ersten Mal da ist, käme auf die Idee, dass in diesem Restaurant mit dem Namen «Andersch» tatsächlich etwas ganz anders ist als in anderen Feinschmecker-Lokalen. Doch die Wirtin und Köchin Rita Christen verrät: «Wir sind das erste und einzige Restaurant der Schweiz, das fantasievolles, wohlschmeckendes, frisches Essen ausschliesslich vegan und glutenfrei zubereitet.»

Die frühere Kauffrau und Homöopathin weiss, wovon sie spricht. «Weil ich selber keine Milchprodukte vertrage und doch gerne fein esse, habe ich viel Wissen erworben und auch ganz eigene Kochkreationen ausprobiert und perfektioniert», verrät sie.

Genauso schmackhaft wie in anderen guten Küchen

Seit dem letzten Oktober verwöhnt Rita Christen jeweils freitags Gäste in der Gaststube Mühle, die momentan zwei Tage die Woche bewirtet wird (am Donnerstag von «Noras Dunnschtig»). Als Mittagsmenü gibt es heute eine Apfel-Meerrettich-Suppe, Chicorée-Römersalat mit Randen und als Hauptgang Zitronen-Ingwer-Tofu mit Broccoli und Basmatireis. Auf der Menükarte entdecken auch Nicht-Veganer «Gluschtigs»: etwa zweierlei Tatar, wenn auch nicht mit Fleisch, so doch mit «Avocado, Apfel, Randenpulver und Aubergine». «Das schmeckt garantiert wie ein echtes Tatar», schmunzelt Wirtin Rita Christen. «Natürlich sind unsere Stammgäste Veganer und Vegetarier, uns ist aber ganz wichtig, dass wir alle Leute ansprechen, die einmal ein bisschen anders essen möchten.» Nur gegen eines verwahrt sich die Köchin aus Leidenschaft: sektiererische Gedanken irgendwelcher Art! Man koche in der «Mühle» grundsätzlich genauso schmackhaft und würzig wie in anderen guten Küchen, betont Christen.

Nur eben mit dem Unterschied, dass man anstelle von tierischen Produkten etwa Olivenöl, Soja- oder Kokosrahm, Tofu, Bohnen, Linsen, Kichererbsen, und Cashewnüsse verwende. Einheimische Biogemüse und Früchte kommen in der «Mühle» am Freitag genauso auf den Tisch wie bisweilen auch Produkte von anderswo. Exotisch aber gibt man sich in der «Mühle» nicht. Rita Christen lacht: «Beim ‹Inder› zu essen ist wohl um einiges exotischer als bei uns!»

Hinweis

«Andersch» ist jeweils freitags am Mittag und am Abend geöffnet. Informationen und Menüs unter www.andersch-essen.ch.

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