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OBWALDEN: Villa Landenberg ist nur noch Schutt und Schlamm

159 Jahre thronte sie ob Sarnen, nun ist sie dem Erdboden gleichgemacht: die lange umstrittene Villa Landenberg. Schon ab nächster Woche graben auf dem Grundstück Archäologen.
Franziska Herger
Weg in wenigen Tagen (im Uhrzeigersinn): Von der Villa Landenberg war gestern schon nichts mehr zusehen. Zwei Tage früher tauchte eine 101-jährige Zeitung in den Wänden der noch teilweise intakten Villa auf. (Bilder: Philipp Unterschütz und Franziska Herger (Sarnen, 13. und 15. Februar 2018))

Weg in wenigen Tagen (im Uhrzeigersinn): Von der Villa Landenberg war gestern schon nichts mehr zusehen. Zwei Tage früher tauchte eine 101-jährige Zeitung in den Wänden der noch teilweise intakten Villa auf. (Bilder: Philipp Unterschütz und Franziska Herger (Sarnen, 13. und 15. Februar 2018))

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

Was schon lange eher Geisterhaus als Villa war, ist nun nicht mal mehr das: Die Villa Landenberg ist bis auf die Grundfesten abgerissen. Nur die mit dem Erdreich verbundenen Teile der 159 Jahre alten und seit langer Zeit zerfallenden Villa haben die Baumaschinen der Tiefbaufirma Knüsel + Meier AG zurückgelassen. «Der Abbruch verlief nach Plan», sagt der Verantwortliche Harry Knüsel. Auch für ihn sei dies kein gewöhnlicher Job. Jahrelang hatten Behörden und Besitzerin um die Villa gestritten. «Die Geschichte dahinter ist emotional, das berührt einen natürlich etwas mehr», meint Knüsel. «Auch einige Schaulustige hatten wir.» Schwierig sei die Zufahrt gewesen. «Wir können nur von oben auf das Grundstück gelangen, da der Boden geschont werden muss.»

Denn der Boden auf dem Landenberg könnte historische Schätze bergen. Beim Bau der Villa kamen römische Gefässe zum Vorschein und ganz in der Nähe fand man 1983 Siedlungsspuren vom Mittelalter bis in die vorchristliche Zeit. Schon ab nächster Woche werden Archäologen daher im Auftrag des Kantons das Grundstück untersuchen – auf unbestimmte Zeit. «Wenn wir etwa gar römische Fundamente fänden, könnte es Monate dauern», sagt der kantonale Denkmalpfleger Peter Omachen.

Auch in der Villa selber kam Historisches zum Vorschein, wenn auch nicht gerade aus römischer Zeit: Abbruchmitarbeiter Alois Schillig fand eine 101-jährige Ausgabe des «Vaterlands». Um den Inhalt ging es den damaligen Bewohnern nicht: Die Zeitung wurde als Isolationsmaterial hinter der Tapete verwendet.

www.

Mehr Bilder vom Abbruch: obwaldnerzeitung.ch/bilder

Blick auf die zerfallende Villa Landenberg. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 18. November 2015))

Blick auf die zerfallende Villa Landenberg. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 18. November 2015))

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