Obwalden will Asylzentrum auf Flugplatz

Das Asylzentrum Kleine Schliere in Alpnach ist aus Sicht des Obwaldner Regierungsrates und der Gemeinde Alpnach alles andere als ideal. Die Regierung will sich nun für einen anderen Standort stark machen.

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Truppenunterkunft Kleine Schliere in Alpnach: Hier sollen Asylbewerber einquartiert werden. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Truppenunterkunft Kleine Schliere in Alpnach: Hier sollen Asylbewerber einquartiert werden. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Der Obwaldner Regierungsrat ersucht das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sowie das Bundesamt für Migration, den Standort Truppenlager Kleine Schliere als Bundesasylzentrum in Wiedererwägung zu ziehen. Der Obwaldner Regierungsrat hält diesen Standort für ungeeignet, wie die Staatskanzlei am Montag in einer Mitteilung schreibt. Er stellt fest, dass das geplante Asylzentrum bei der Bevölkerung in Alpnach nicht auf Akzeptanz, sondern auf Widerstand stösst. Der Standort nahe am Dorfkern, mitten in einem Wohngebiet und in der Nähe der Schule sei mit einem hohen Konfliktpotential beladen, schreibt er weiter. Als weitere kritische Komponente stuft der Alpnacher Gemeinderat das Gefährdungspotential des direkt neben dem Unterkunftsareal vorbeiführenden Wildbaches Kleine Schliere ein.

Flugplatz Alpnach

Als mögliche Alternative biete sich laut Angaben der Regierung das Areal des Flugplatzes Alpnach an, auf welchem ein Bundesasylzentrum realisiert werden könnte. Grundsätzlich unterstütze der Regierungsrat die Strategie des Bundes, die Asylverfahren zu beschleunigen und zu diesem Zweck Bundesasylzentren zu eröffnen.

Mitte Januar hat der Bund bekanntgegeben, das Truppenlager Kleine Schliere in Alpnach ab Juni 2013 während maximal drei Jahren als Bundesasylunterkunft zu nutzen. Bis zu 100 Asylbewerber sollen Platz finden. Sollte der Bund an der Eröffnung in Alpnach festhalten, ist dem Regierungsrat ein reibungsloser Betrieb eines solchen Zentrum ein grosses Anliegen. Zentral sei ein gut funktionierendes Sicherheits- und Betreuungskonzept.

pd/rem