Obwalden zahlt definitiv freiwillig an Luzern

Obwalden wird in den nächsten drei Jahren seinen Beitrag an die Luzerner Kultur bezahlen - freiwillig und autonom. Die Referendumsfrist ist abgelaufen.

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Vom Luzerner Theater profitiert auch die Obwaldner Bevölkerung. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Vom Luzerner Theater profitiert auch die Obwaldner Bevölkerung. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Der Rahmenkredit sei nun rechtsgültig, teilte die Obwaldner Staatskanzlei am Donnerstag mit. Jeweils 405'000 Franken bezahlt Obwalden jährlich an die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen. 90 Prozent gehen an den Kanton Luzern, 10 Prozent an den Kanton Zürich.

Ein Beitritt zur Vereinbarung war im Februar 2009 vom Obwaldner Volk mit 52,5 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt worden. Der Kanton wurde danach als «Trittbrettfahrer» und «Rosinenpicker» kritisiert. Mit freiwilligen Beiträgen soll nun das Image verbessert werden. Sie sind auf drei Jahre befristet, dann wird neu entschieden.

Der ersten interkantonalen Vereinbarung zum Kulturlastenausgleich sind Aargau, Luzern, Uri, Schwyz Zug und Zürich beigetreten; Ob- und Nidwalden bezahlen Beiträge auf frewilliger Basis. Im laufenden ersten Jahr fliessen insgesamt 12,23 Mio. Franken - 8,17 Mio. nach Zürich und 4,05 Mio. nach Luzern. Am stärksten zur Kasse gebeten wird der Aargau mit 5,98 Mio. Franken.

sda