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OBWALDEN: Zentralbahn kämpft mit feuchtem Boden

Während dreier Wochen steht der gesamte Bahnverkehr im Sarneraatal still. Grund sind Bauarbeiten für die Doppelspur und geologische Probleme. Auch für Autofahrer und Fussgänger gibt es Einschränkungen.
Adrian Venetz
Bei der Haltestelle Ewil-Maxon sind umfangreiche Bauarbeiten notwendig. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2010 (Archivbild Daniel Reinhard/OZ)

Bei der Haltestelle Ewil-Maxon sind umfangreiche Bauarbeiten notwendig. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2010 (Archivbild Daniel Reinhard/OZ)

Ab kommendem Montag, 17. Oktober, bis Montag, 6. November, fahren zwischen Alpnach Dorf und Giswil keine Züge. Die Zentralbahn (ZB) saniert in dieser Zeit verschiedene Streckenabschnitte und schliesst den Ausbau der Doppelspur zwischen Sarnen und Kägiswil ab. Die Zentralbahn nutzt die Totalsperrung auch für kleinere Unterhaltsarbeiten. Vornehmlich werden folgende Bauarbeiten stattfinden:

Zwischen Sarnen und Kägiswil wird das bestehende Gleis saniert. Und vor dem Bahnhof Sarnen wird das letzte Stück der Doppelspur komplett neu gebaut. Der Bahnübergang Kernserstrasse wird für Autos komplett gesperrt (siehe Kasten). Optisch wird der Bahnübergang nach dem Umbau etwa gleich aussehen wie heute, sagt ZB-Sprecher Ivan Buck auf Anfrage – neu einfach mit zwei Gleisen statt mit einem.

Grössere Bauarbeiten sind auch bei der Haltestelle Ewil- Maxon nötig: Hier müssen der Unterbau und das Bahntrassee saniert werden, dies wegen der «schlechten Geologie und des sehr feuchten Untergrunds», wie die ZB schreibt. Diese Proble­matik sei bereits seit einiger Zeit bekannt, erklärt Ivan Buck. «Die Probleme haben sich aber in jüngster Zeit verschärft.»

Es wird teilweise rund um die Uhr gearbeitet

Grund für die Instabilität ist die unmittelbare Nähe der Haltestelle zum See. «Daneben spielen die vielen sehr feinkörnigen Bodenschichten eine Rolle», so Buck. Um das Problem dauerhaft zu lösen, wird der schlecht tragfähige Boden unter den Gleisen durch eine wasserdurchlässige Schotterpackung ersetzt. «Diese Schotterpackung ist unempfindlich auf Schwankungen des See- und Hangwasserspiegels. Auch kapillarer Wasseraufstieg wird so verhindert», so Buck.

Zwischen Giswil und Sachseln wird zudem die Fahrleitung ersetzt. Für den Transport der neuen Fahrleitungsmasten werden Helikopter eingesetzt. Letzte Bauarbeiten folgen auch bei der neuen Haltestelle Sarnen Nord. Hier wird noch das Perrondach montiert. «Gewisse Ausrüstungen wie etwa Billettautomaten und Zuganzeigen erfolgen aber erst im November», hält Ivan Buck fest. Die Haltestelle wird erst mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember in Betrieb genommen.

Wie die ZB weiter mitteilt, werden die meisten Baustellen im 2-Schicht-Betrieb von 6 bis 22 Uhr betrieben. «In einzelnen Fällen, vor allem beim Doppelspurausbau zwischen Sarnen und Kägiswil, sind wir während der Totalsperre aufgrund des engen Zeitplans leider darauf angewiesen, in einem 3-Schicht-Betrieb rund um die Uhr zu arbeiten.»

Hinweis:Der Fahrplan und weitere Infos im Internet: www.sbb.ch/fahrplan sowie www.zentralbahn.ch

Adrian Venetz

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