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OBWALDEN: Zentrumsüberbauung in Sarnen: «Schifflände» gewinnt Architekturwettbewerb

Das Zürcher Unternehmen Salewski & Kretz Architekten hat den Projektwettbewerb für die Zentrumsüberbauung gewonnen. Ob der Kanton selber als Bauherr auftritt oder das Projekt einem Investor übergibt, ist noch offen.
Philipp Unterschütz
So soll die Überbauung in Sarnen zwischen Hotel Metzgern, Rathaus und Sarneraa gemäss dem Siegerprojekt «Schifflände» künftig aussehen. (Bild: Visualisierung: PD/Christian Salewski & Simon Kretz Architekten)

So soll die Überbauung in Sarnen zwischen Hotel Metzgern, Rathaus und Sarneraa gemäss dem Siegerprojekt «Schifflände» künftig aussehen. (Bild: Visualisierung: PD/Christian Salewski & Simon Kretz Architekten)

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@ obwaldnerzeitung.ch

«Es hat keine grossen Dispute in der Jury gegeben», betont Bau­direktor Josef Hess. «Der Entscheid ist einstimmig gefallen.» Die vom Regierungsrat eingesetzte Jury, bestehend aus Vertretern des Kantons, der Gemeinde Sarnen sowie ausserkantonalen Fachleuten aus den Bereichen Architektur, Landschaftsplanung und Denkmalschutz hat das Projekt «Schifflände» der Zürcher Architekten Salewski & Kretz mit Landschaftsarchitekt Stefan Rotzler, Gockhausen, auf den ersten Platz gesetzt.

Auf dem grossen Parkplatz mitten im Sarner Dorfkern – zwischen dem Hotel Metzgern, dem Rathaus und der Sarneraa – soll für gut 20 Millionen Franken eine Zentrumsüberbauung mit Wohnungen, Geschäften und Büros entstehen. Das Projekt erfülle die umfangreichen Randbedingungen im Zentrum von Sarnen sehr gut, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons. Das Preisgericht schreibt in seinem Beurteilungsbericht, dass das Siegerprojekt «Schifflände» ein ortsbaulich angemessener und überzeugender Projektbeitrag sei, welcher sehr präzise ausgearbeitet sei.

Es sind nur Detailanpassungen nötig

Auch die anderen sieben Projekte, die beurteilt wurden, seien nicht schlecht gewesen, erklärt Baudirektor Josef Hess. «Das Siegerprojekt hat aber unter anderem die Einfahrtsverhältnisse ins Quartier besser gelöst, weniger klobige Baukörper geschaffen als andere Projekte und die durchgehende Sichtachse offen gehalten.» Im Beurteilungsbericht der Jury steht zudem: «Die neuen Teile zeigen einen angenehmen Dialog im Massstab und in der Gestaltung untereinander sowie mit den umgebenden Bauten.» So wird für die Jury «das Rathaus in seiner Wirkung gesteigert, indem es zum Anfangspunkt des erweiterten Grünraums der ­Sar­ne­r- ­aa mit der Promenade wird.»

Der Regierungsrat habe das Ergebnis des Projektwettbewerbs und den Entscheid des Preisgerichts zustimmend zur Kenntnis genommen, heisst es weiter in der Medienmitteilung des Kantons. «Das Siegerprojekt wird nun gemäss den Empfehlungen des Preisgerichts angepasst – es sind nur noch Details zu überarbeiten – und dann nochmals der Denkmalpflege und der ­Natur- und Heimatschutzkom­mission vorgelegt», ergänzt Josef Hess. Danach hoffe man, vom Regierungsrat den Auftrag zu ­erhalten, die Quartierplanung an die Hand zu nehmen. «Ein Baubeginn im Jahr 2021 ist realistisch.»

Eher Lösung mit Investor

Noch offen ist die Rolle des Kantons. «Es ist noch kein formeller Entscheid gefallen, ob der Kanton nach Abschluss der Planung als Bauherr auftritt, oder ob ein Investor gesucht wird», hält Josef Hess fest. «Es spricht aber eher mehr für eine Lösung mit In­vestor.» 45 Planerteams (Architekten, Landschaftsplaner) hatten sich ursprünglich am Präqualifikationsverfahren beteiligt. Das Preisgericht wählte daraus im Frühling 2017 acht Teams für den Projektwettbewerb aus.

Die Regierung wurde darauf im Kantonsrat in einem Vorstoss, der von fast zwei Dritteln der Parlamentarier mitunterzeichnet worden war, scharf kritisiert, weil keine Einheimischen in der Auswahl waren (wir berichteten). Die Regierung wies die Kritik zurück und erklärte, dass im Projektwettbewerb im offenen Verfahren klare Regeln gelten würden und man nicht einfach von sich aus einheimische Archtekturbüros einladen könne. Es sei durchaus möglich, dass erneut Kritik geäussert werde, weil ein Zürcher Unternehmen den Wettbewerb gewonnen habe, räumt Baudirektor Hess ein. «Der Wettbewerb ist aber absolut rechtskonform verlaufen.» Alle acht Teams haben ein Projekt inklusive Modell eingereicht, welche von den zehn Mitgliedern des Preisgerichts eingehend analysiert und diskutiert worden sind. «Die Projekte waren alle anonymisiert, die Jury wusste also nicht, wen sie beurteilte. Das wurde erst nachher bekannt.»

Hinweis

Alle Wettbewerbsprojekte werden am Freitagabend, 26. Januar, zwischen 18 und 21 Uhr und am Samstag, 27. Januar, von 10 bis 16 Uhr im Pfarreizentrum Peterhof, Sarnen, ausgestellt.

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