Obwalden zieht nach: Anlässe ab 150 Personen müssen gemeldet werden

Im Kanton gilt wegen des Corona-Virus ab sofort eine Meldepflicht für grössere Veranstaltungen.

Adrian Venetz
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Auch Konzerte unterstehen der Meldepflicht, wenn mehr als 150 Personen dabei sind. Im Bild ein Herbstkonzert in der Aula Cher in Sarnen.

Auch Konzerte unterstehen der Meldepflicht, wenn mehr als 150 Personen dabei sind. Im Bild ein Herbstkonzert in der Aula Cher in Sarnen.

Bild: Primus Camenzind (13. November 2019)

Anlässe und Veranstaltungen in Obwalden mit mehr als 150 Personen unterstehen ab sofort einer Meldepflicht. Man reagiere damit auf schweizweit vereinheitlichte Kriterien, heisst es in einer Mitteilung des Gesundheitsamts Obwalden. «Für Veranstalter besteht in diesen Fällen die Pflicht, zusammen mit den zuständigen Behörden eine Risikoabwägung vorzunehmen.» Bei Veranstaltungen mit weniger involvierten Personen werde davon ausgegangen, dass die Veranstalter den Überblick über die Teilnehmenden und die möglichen Risiken mit angemessenem Aufwand selber abschätzen können. Sind bei einer Veranstaltung jedoch Personen aus den vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) definierten Risikogebieten zu erwarten (aktuell China, Iran, Südkorea, Singapur sowie in Italien die Gebiete Lombardei, Piemont und Venetien) besteht die Meldepflicht unabhängig von der Teilnehmerzahl.

Das Gesundheitsamt Obwalden nimmt die Risikoabwägung zusammen mit dem Veranstalter vor und entscheidet, ob spezielle Massnahmen für die Durchführung beachtet werden müssen. «So kann beispielsweise vereinbart werden, dass zusätzliche Möglichkeiten zum Händewaschen aufgestellt werden oder weniger Personen an der Veranstaltung teilnehmen sollen», schreibt der Kanton weiter.

Veranstalter im Kanton Obwalden sind aufgefordert, für die Meldung der Veranstaltungen sowie die Risikobeurteilung mit dem Gesundheitsamt Kontakt aufzunehmen: Telefon 041 666 64 49 (Montag bis Freitag jeweils 8 bis 11.45 und 13.30 bis 17 Uhr) oder per E-Mail an gesundheitsamt@ow.ch.

Nicht unter die Meldepflicht fallen folgende Veranstaltungen:

  • Normaler Schul- und Ausbildungsbetrieb
  • Arbeit am Arbeitsplatz (inkl. Kantinen)
  • Bahnhofbetrieb
  • Öffentlicher Verkehr sowie Seilbahnen
  • Betrieb öffentlicher Schwimm-, Hallen- und Thermalbäder
  • Betrieb von Läden und Einkaufszentren
  • Normaler Restaurant- und Barbetrieb (Anlässe unterstehen jedoch den erwähnten Bestimmungen)
  • Durchführung von Märkten
  • Normaler Museumsbetrieb
  • Betrieb von Trainingszentren und Vereinstrainings
  • Private Kleinstanlässe (z.B. Jassabend, Fondueabend, usw.)