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OBWALDEN: Zwei Stimmen im ambitionierten Chor

Zwei hiesige Sänger sind dabei, nächsten Samstag mit ihrem Chor am «Eidgenössischen» die Halle der Volksmusik zu erobern.
Primus Camenzind
Singen beim Chor Heimweh: Fabrizio Raffa (links) und Urs Aufdermauer. (Bild: PD)

Singen beim Chor Heimweh: Fabrizio Raffa (links) und Urs Aufdermauer. (Bild: PD)

Primus Camenzind

Das Gesangsensemble, in dem Urs Aufdermauer aus Kerns und Fabrizio Raffa aus Sachseln mitwirken, nennt sich «Heimweh». Schon die ersten Konzerte verraten, wohin der Weg des Chors führen soll: Am 4. August 2016 feierte die Gruppe am «Donnschtig-Jass» im Fernsehen SRF Premiere, und schon am nächsten Samstag steht in Estavayer im Kreise gestandener Grössen der folkloristischen Unterhaltung der zweite prestigeträchtige Auftritt bevor. Hinter dem Projekt steht der schweizweit bekannte Musikproduzent Georg Schlunegger. «Ein Traum, elf Stimmen und ganz viel Heimat», meint der gebürtige Berner Oberländer dazu. Zwei Jahre lang habe er landauf, landab nach aussergewöhnlichen Stimmen gesucht, schreibt Schlun­eggers Management. Die Erwartungen sind hoch: «Begabte Popsänger und urchige Jodler, tiefe Bässe und hohe Tenöre aus sieben Kantonen vereinen sich zu einem Chor, wie ihn die Schweiz noch nie gesehen hat», heisst es voller Selbstbewusstsein in einem Porträt des Gesangsensembles.

Lust am professionellen Umfeld

Es sind wohl exakt diese Erwartungen, welche die beiden Obwaldner Sänger dazu bewogen haben, bei «Heimweh» mitzusingen. Und die Tatsache, dass beide während 17 Jahren mit der A-cappella-Gruppe Popschtars in unserer Region beachtliche Erfolge feiern durften, dürfte ihre Lust an einem neuen Projekt unter professioneller Betreuung ebenfalls gesteigert haben. «Schauen wir mal, was da passiert», dachte sich Fabrizio Raffa, als die Macher von «Heimweh» vor zwei Jahren auf ihn zukamen. Auch Urs Aufdermauer war von der Neugier gepackt, in einem professionell geführten Chor mitzuwirken. «Mein Spektrum ist breit, Berührungsängste kenne ich kaum, denn ich habe schon an vielen Projekten, von Pop bis Rock ’n’ Roll mitgemacht», erklärt Raffa unserer Zeitung.

Einer aus der Volksmusik

Bei «Heimweh» befreit sich Folklore aus ihrer Umklammerung von herkömmlicher Tradition. «Nicht zuletzt deshalb reizt mich auch dieses Projekt», meint der in der Luzerner Messeverwaltung beschäftigte Sachsler Raffa.

Bei Urs Aufdermauer liegen die musikalischen Wurzeln ganz eindeutig bei der Volksmusik. Der Kernser ist seit der Auflösung der Popschtars begeistertes Mitglied beim Jodlerklub Bärgröseli, spielt Akkordeon und bezeichnet seine Familie mit den beiden Töchtern als Mittelpunkt seines Lebens. «Da ich offen bin für viele Stilrichtungen der Musik habe ich auch keine Mühe damit, dass sich ‹Heimweh› am folkloristischen Schlager orientiert», gibt Aufdermauer zu verstehen. Er verweist zudem auf die Tatsache, dass «Swissness» auch in der Musik sehr beliebt ist. «Mit Jodel hat unser neuer Chor aber gar nichts zu tun», betont er. «Die Gewissheit, dass unsere Produzenten – ein professionelles Team – das Projekt richtig angehen, ist für meine Teilnahme ausschlaggebend», lässt uns der gelernte Forstwart wissen.

Professionelle Vorbereitung

«Das Ganze muss Spass machen», heisst Raffas Devise, «und das macht es», bekräftigt er. Die Tatsache, dass die Sänger aus verschiedenen Gegenden des Landes stammen, verlangt schon bei der Probenarbeit viel Professionalität. «Für jede Chorstimme wird von der Zürcher Produktionsfirma, bei der Leadsänger Georg Schlunegger hauptsächlich für die Kompositionen zuständig ist, eine Tonspur aufgenommen. Damit üben wir zu Hause und kommen gut vorbereitet an die wenigen Gesamtproben, welche hauptsächlich in Zürich stattfinden», erklärt Fabrizio Raffa. «Es sind ja alles erfahrene Sänger», gibt er zu bedenken. «An der Probe wird ein Lied angezählt, und es tönt schon recht gut», gibt Sängerkollege Urs Aufder­mauer zu verstehen. «Das ist super!»

Sie bleiben Amateure

Bei aller Professionalität, die beiden Obwaldner Sänger sind und bleiben Amateure. Am Samstag um 19.45 Uhr steht in der Halle der Volksmusik in Estavayer ein viel beachteter Auftritt an. Die Möglichkeiten des Zürcher Managements sind gross und die Nachfrage nach dem Projektchor Heimweh dürfte nach dem Eidgenössischen Schwingfest wachsen. Das sind sich die beiden bewusst, und sie freuen sich darauf. Trotzdem: «Wenn für mich alles zu viel würde, müsste ich die Notbremse ziehen – das weiss aber auch unser Management», gibt Urs Aufdermauer zu verstehen. Fabrizio Raffa wiederholt sich: «Schauen wir was passiert, aber es wird wohl kaum dazu kommen, dass wir in Zukunft von der Musik leben», ist er überzeugt.

Den Einschränkungen zum Trotz stehen beide voller Begeisterung und Neugierde hinter «Heimweh», jenem Chorprojekt, von dem Fachleute überzeugt sind, dass es «Furore» machen könnte.

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