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Obwaldner Alpkäser wollen mit Ehemaligen verbunden bleiben

Die IG Obwaldner Alpchäs möchte ehemalige Alpkäser weiterhin im Verein behalten. Neu müssen sämtliche Alpställe tiergerecht angepasst werden.
Erwin Spichtig, Präsident IG Obwaldner Alpchäs (rechts), verabschiedet Vorstandsmitglied Sepp Enz. (Bild: Richard Greuter (Sarnen, 21. März 2019))

Erwin Spichtig, Präsident IG Obwaldner Alpchäs (rechts), verabschiedet Vorstandsmitglied Sepp Enz. (Bild: Richard Greuter (Sarnen, 21. März 2019))

Die 250 Alpbetriebe haben für die Obwaldner Landwirtschaft eine grosse Bedeutung. Rund 70 dieser Alpbetriebe verkäsen ihre Milch. Davon produzieren 54 Alpkäsereien unter dem Label «Obwaldner Alpchäs» und sind Mitglied der Interessengemeinschaft Obwaldner Alpchäs. Die Branchenorganisation hilft bei der Vermarktung, finanziert die Zertifizierung der einzelnen Alpkäsereien, führt jedes Jahr einen Alpkäsemarkt und alle zwei Jahre eine «Alpmulchprämierung» durch.

Am vergangenen Donnerstag trafen sich rund 30 Alpkäser und einige Gäste zur Generalversammlung der IG Obwaldner Alpchäs in Sarnen. Im vergangenen Jahr unternahmen die Alpkäser erstmals einen Ausflug. Dieser habe bei den Teilnehmern grossen Anklang gefunden, informierte Präsident Erwin Spichtig im Rückblick. Auch dieses Jahr werde es wieder einen Ausflug geben. Das Ziel stehe noch nicht fest.

Ehemalige werden Freimitglieder

Freuen können sich ehemalige Alpkäser. Mit einer grosszügigen Regelung möchte sie der Vorstand weiterhin im Boot behalten. Dazu änderte die Versammlung die Statuten. Neu sind ehemalige Alpkäser automatisch Freimitglied und können an Versammlungen und Ausflügen teilnehmen.

Pro Alpkäserei kann eine Person Mitglied der IG Obwaldner Alpchäs werden. Neumitglieder zahlen zusätzlich zu dem halben Rappen pro verkäste Milch einen einmaligen Betrag von 100 Franken. Diese Änderung und einige kleinere Retuschen in den Statuten genehmigten die Stimmberechtigten Mitglieder einstimmig. In den vergangenen Jahren mussten Alpställe den neusten Haltungsnormen angepasst werden. Ausgenommen waren Alpställe, die weniger als 20 Tage und pro Tag weniger als acht Stunden benutzt werden. Neu verlangt der Veterinärdienst der Urkantone, auch für diese Ställe normgerechte Liegeplätze. Spichtig rechnet mit zehn bis fünfzehn Alpställen.

Grosses Interesse galt der alle zwei Jahre stattfindenden Alpmulchprämierung. Beim Hartkäse belegte Adrian Riebli mit 99,5 Punkten den 1. Rang. Hinter ihm folgte Ueli Zumstein mit 99,0 und Clais von Rotz mit 98,5 Punkten. Beim Halbhartkäse setzte sich Rosmarie Hurschler mit 100 Punkten an die Spitze. Dieses Spitzenresultat erzielte sie schon zum vierten Mal, berichtete Sepp Enz, der für die Durchführung verantwortlich war. Weiter rangierten sich Hanspeter von Rotz mit 99,0 Punkten auf dem zweiten und Adrian Riebli mit 98,5 Punkten auf dem dritten Platz.

Alljährlich schicken einige Alpkäser ihre Produkte zur Alpkäse-Prämierung an die Olma nach St. Gallen. Sälmi Töngi von der Alpkäserei Gerschnialp erzielte mit einem Ziegenkäse den zweiten Rang. Nichtprämierte Käse werden kommentarlos zurückgesandt. Damit ist der Vorstand nicht zufrieden. «Wir hätten gerne einen Kommentar, damit wir uns verbessern können», kritisierte Präsident Erwin Spichtig. Eine Änderung verzeichnete der Vorstand. Sepp Enz trat nach zehn Jahren zurück und wurde durch Markus Disch ersetzt.

Die Vorstandsmitglieder Erwin Imfeld und Sälmi Töngi wurden in ihren Ämtern bestätigt. Bestätigt wurde auch Präsident Erwin Spichtig für weitere zwei Jahre. Die Rechnung von Ueli Zumstein schloss bei einem Aufwand von rund 33'500 Franken mit einem Mehraufwand von 837 Franken ab.

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