Obwaldner Alt-Regierungsrat gestorben

Der Obwaldner alt Regierungsrat Ignaz Britschgi ist kurz nach seinem 92. Geburtstag in Sarnen verstorben. Er war als Vertreter der CSP von 1960 bis 1974 Mitglied der Obwaldner Exekutive.

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Ignaz Britschgi (links) stellte 2008 sein Buch «Bruder Klaus - Bild und Geheimnis» vor, rechts Beat Naegeli, Präsident der Stiftung Kultur Obwalden.

Ignaz Britschgi (links) stellte 2008 sein Buch «Bruder Klaus - Bild und Geheimnis» vor, rechts Beat Naegeli, Präsident der Stiftung Kultur Obwalden.

«Am 4. November entriss der plötzliche Tod Ignaz Britschgi aus bester geistiger Gesundheit dem Sein», schreibt seine Familie am Montag.

Britschgi studierte Rechtswissenschaften in Freiburg und Lausanne. Von 1948 bis 1956 war er Redaktor des «Obwaldner Volksfreund» und gleichzeitig erster Leiter des Arbeitsamtes bis 1961. Er war verheiratet und Vater zweier Söhne.

Gründungsmitglied der CSP

1956 war Ignaz Britschgi Gründungsmitglied der Christlichsozialen Partei des Kantons Obwalden (CSP). Nach seiner Wahl in die Regierung war er zuerst Vorsteher des Justiz und Politischen Departements sowie des Gemeindedepartements und danach Erziehungsdirektor.

Britschgi war unter anderem Präsident des Bankrates der Obwaldner Kantonalbank und seit 1969 im Stiftungsrat des schweizerischen Freilichtmuseums Ballenberg. Er verfasste zahlreiche Beiträge zur Kunst und Kultur wie:
– Heinrich Federer: Einblicke-Ausblicke 1998; Fundstücke 1: 2002:
– Zur Kapellenlandschaft Obwaldens: St. Antoni, St. Katharina, Wisserlen, St. Niklausen
– Bruder Klaus: Bild und Geheimnis.

Bis in seine letzen Tage arbeitet Ignaz Britschgi an seiner neuen Publikation der Erinnerungskultur: «Was mir lieb und theuer war…»

sda/rem