Obwaldner Bike-Erfolgsgeschichte findet Anerkennung

Der Obwaldner Sportpreis wurde den Organisatoren des O-Tour-Bike-Marathons verliehen.

Robert Hess
Hören
Drucken
Teilen
Sie freuen sich (von links): Kari Langensand, Marion Imfeld, Hans-Melk Reinhard (OK-Präsident 07/08), Gründungs-OK-Mitglied Paddy Matter und Christian Schäli.

Sie freuen sich (von links): Kari Langensand, Marion Imfeld, Hans-Melk Reinhard (OK-Präsident 07/08), Gründungs-OK-Mitglied Paddy Matter und Christian Schäli.

Bild: Robert Hess (Alpnach, 7.März 2020)

Ehemalige und amtierende OK-Mitglieder der 2003 erstmals durchgeführten O-Tour durften am Samstag den Obwaldner Sportpreis 2019 entgegennehmen. Bildungs- und Kulturdirektor Christian Schäli überreichte den mit 5000 Franken dotierten Preis an den langjährigen OK-Präsidenten Kari Langensand aus Alpnach und an die neue OK-Präsidentin Marion Imfeld. Die Sarnerin steht erstmals an der Spitze des 18. O-Tour-Bike-Marathons Obwalden im Herbst dieses Jahres.

Laudator der Preisverleihung im Landgasthof Schlüssel in Alpnach vor rund 35 Vertretern der Behörden, OK-Mitgliedern sowie Sponsoren war Kantonsratspräsident Reto Wallimann. Im Herbst 2019 konnte sich der Alpnacher Kantonsrat erstmals in der Kategorie Easy-Marathon als Aktiver der O-Tour eintragen «und damit hatte ich es endlich geschafft, ein vor nunmehr acht Jahren gegenüber dem OK-Präsidenten abgegebenes Versprechen einzulösen», sagte er augenzwinkernd. «So habe ich als Kantonsratspräsident die 37 Kilometer und 800 Höhenmeter unter die Räder genommen.»

Lob für eine «Gewaltsleistung»

Selbstverständlich stand in der Laudatio nicht die eigene Leistung im Vordergrund, sondern diejenige der Gründer des Projektes O-Tour im Jahr 2003 und der folgenden Präsidenten und Mitglieder des Organisationskomitees sowie der Helfer und Sponsoren in den bisherigen 17 Austragungen. «Sie alle haben mit der Verleihung des Obwaldner Sportpreises für ihre Gewaltsleistung die verdiente Anerkennung erhalten», ergänzte später Regierungsrat Christian Schäli.

Laudator Reto Wallimann blickte in die Geschichte zurück: «Nach einigen Turbulenzen in den Anfangsjahren hat sich in der O-Tour der letzten zehn Jahre eine Kontinuität eingestellt, und der Anlass ist endgültig etabliert.» Dazu gehörten auch die verschiedenen Austragungsstandorte, bis 2009 mit OK-Präsident Kari Langensand auf dem Schulhausareal Alpnach die «Heimat» gefunden worden sei. «Die O-Tour ist auch immer am Puls der Zeit geblieben, wie etwa mit der Integration von aktuellen Trends wie E-Bikes», so Wallimann.

Der Laudator hob «als besonderes Merkmal der O-Tour seit den Anfangsjahren das Nebeneinander von Spitzen- und Breitensport mit heute jeweils gegen 1000 Bike-Begeisterten» hervor. «Und natürlich die Integration von verschiedensten Angeboten für Kinder und Jugendliche.»

Optimismus für eine weitere erfolgreiche Durchführung der O-Tour strahlte auch die neue OK-Präsidentin Marion Imfeld aus. Bei einem Gesamtbudget von rund 100000 Franken sei aber eine Unterstützung durch Sponsoren auch künftig nicht wegzudenken. «Und zum weiteren Erfolg müssen wir im OK auf die Hilfe von rund 250 freiwilligen Helferinnen und Helfern, vom Streckendienst bis zur Festwirtschaft, zählen können.»

Die O-Tour ist in vielem einzigartig

«Die O-Tour gehört nicht nur zu Obwalden, sie ist auch ein bisschen Obwalden», meinte Christian Schäli in seiner Grussbotschaft. Sie sei als Tradition im Kanton verwurzelt, zeige aber auch immer wieder Mut zu Veränderung. «Sie ist einzigartig im Meistern von Herausforderungen, in der Organisation, in ihrer Kontinuität und auch in der Sport- und Gesundheitsförderung», sagte der Obwaldner Sportminister.