Obwaldner CVP-Präsident nimmt den Hut

Patrick Imfeld tritt nach acht Jahren an der Spitze der CVP Obwalden zurück. Der Sarner hört Ende Juni auch als Obwaldner Kantonsrat auf.

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Patrick Imfeld, Präsident der CVP Obwalden. (Bild: PD)

Patrick Imfeld, Präsident der CVP Obwalden. (Bild: PD)

Der Rücktritt lässt aufhorchen, zumal Patrick Imfeld gerade mal 45 Jahre alt ist und damit im besten «Politikeralter» wäre. Der CVP-Präsident winkt ab: «Ich will meine Prioritäten wieder stärker auf den Beruf legen», gibt er an. Imfeld hat sich vor vier Jahren mit seiner Treuhandfirma selbstständig gemacht.

Schlappe bei Nationalratswahlen

Gerüchte, dass seine Demission in Zusammenhang mit dem Fehltritt bei den Nationalratswahlen 2011 steht, als CVP-Kandidat Jürg Berlinger mangels Rückendeckung seine Kandidatur zurückziehen musste und anschliessend der überparteilich unterstützte CSP-Mann Karl Vogler das Rennen machte, weist Patrick Imfeld von sich. «Wenn dem so gewesen wäre, hätte ich sofort einen Schlussstrich gezogen.» Er habe auch in dieser schwierigen Zeit das Vertrauen der Parteileitung und der Basis gespürt, so der Präsident weiter.

Wer Imfelds Erbe als CVP-Präsident antreten wird, ist noch unklar.

Oliver Mattmann