Der von Eva Maria Bucher-Haefner initiierte Obwaldner Hilfsfonds konnte
400 Auszahlungen tätigen

Der im April gegründete Obwaldner Hilfsfonds für Coronahärtefälle konnte finanzielle Notlagen von Obwaldner Personen und Firmen abfedern helfen. 4 Millionen Franken wurden ausbezahlt.

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(sez) Basierend auf einer Schenkung von 5 Millionen Franken von Eva Maria Bucher-Haefner aus Sarnen, wurde im April 2020 der Obwaldner Hilfsfonds für Härtefälle errichtet. Bis Ende September konnten bereits 400 Unterstützungsanträge von Personen, Kleinunternehmen oder Vereinen genehmigt werden, die durch die Coronapandemie in finanzielle Notlage geraten waren. Insgesamt wurden bisher rund 4 Millionen Franken ausbezahlt, wie eine Medienmitteilung der Staatskanzlei Obwalden vom Mittwoch ausweist.

Die Amag-Erbin Eva Maria Bucher-Haefner hat den Obwaldner Hilfsfonds mit ihrer Schenkung erst ermöglicht.

Die Amag-Erbin Eva Maria Bucher-Haefner hat den Obwaldner Hilfsfonds mit ihrer Schenkung erst ermöglicht.

Bild: Pius Amrein (Küsnacht, 2. Juli 2020)

Darin wird Franz Enderli, alt Regierungsrat und Vorsitzender des Hilfsfonds-Gremiums, wie folgt zitiert: «Wir konnten im Sinne der Spenderin rasch, unbürokratisch und unter Wahrung grösstmöglicher Diskretion handeln. Es ist grossartig, dass wir so vielen in Obwalden ansässigen Kleinunternehmen, Gastrobetrieben, Familien, Einzelpersonen, Kulturschaffenden und Sportvereinen helfen durften.»

Dem Gastgewerbe und der Hotellerie schadete Covid-19 am meisten

Die Auszahlungen sind ein Indiz dafür, in welchen Branchen die Coronapandemie am häufigsten zu finanziellen Notlagen führte. Dem Bereich Gastgewerbe/Beherbergung flossen mit über 1 Million Franken anteilmässig die meisten Mittel zu. Die Klein- und Mittelbetriebe aus Industrie, Handel, Gewerbe sowie Gestaltung, Kultur, Musik, Events konnten ebenfalls mit fast 1 Million Franken unterstützt werden. Die Gemeindeaufteilung dokumentiert, in welche Gemeinden die Unterstützungen flossen: Rund 1,3 Millionen Franken gingen nach Sarnen, fast 700'000 Franken nach Kerns, gefolgt von Sachseln (rund 560'000 Franken) und Alpnach (491'000 Franken).

Es mussten auch Absagen gesprochen werden

Aufgrund der Bestimmungen des Hilfsfonds mussten rund 100 Absagen erteilt werden. In Einzelfällen konnten andere Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Die meisten Gesuche wurden in den ersten Wochen nach Eröffnung des Hilfsfonds eingereicht und vom Gremium speditiv bearbeitet. In den vergangenen Wochen hat die Zahl der Gesuche sowie deren Bezug zur Pandemie deutlich abgenommen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

In Absprache mit dem Regierungsrat werden die Aktivitäten des Obwaldner Hilfsfonds für Härtefälle und die Behandlung neuer Anträge vorübergehend ausgesetzt. Der Regierungsrat und das Gremium beobachten den weiteren Verlauf der Coronapandemie genau. Sollte erneut finanzielle Hilfe für Kleinunternehmen, Gastrobetriebe, Familien, Einzelpersonen, Kulturschaffende, Sportvereine etc. nötig werden, kann das Angebot des Hilfsfonds wieder bekannt gemacht werden. Die verbleibenden Mittel des Hilfsfonds bleiben für Coronahärtefälle und
-notlagen bestehen.