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Obwaldner Kantonspolizei verzeichnete 2018 überdurchschnittlich viele Unfälle

Die Verkehrsunfälle nahmen im Jahr 2018 zu. Dennoch nahm die Anzahl verletzter und getöteter Personen ab. Die Polizei setzt weiter auf Prävention und Kontrollen.
Drei mutmassliche Einbrecher bauten im vergangenen November einen schweren Unfall auf der A8, nachdem sie vor einer Verkehrskontrolle geflüchtet waren. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)

Drei mutmassliche Einbrecher bauten im vergangenen November einen schweren Unfall auf der A8, nachdem sie vor einer Verkehrskontrolle geflüchtet waren. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)

(pd/mu) Die von der Kantonspolizei Obwalden aufgenommenen 259 Verkehrsunfälle im Jahr 2018 liegen über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Gegenüber dem Vorjahr kam es laut der am Dienstag veröffentlichten Verkehrsunfallstatistik zu einer Zunahme von 41 Unfällen. Trotz dieser Zunahme wurden insgesamt 14 Personen weniger verletzt und 4 Personen weniger getötet als im Jahr 2017. Bei statistisch tiefen Zahlen seien Schwankungen in beide Richtungen immer zu erwarten, hält die Polizei fest. Dennoch seien Unfallursachen häufig erklärbar und zeigten gewisses Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer über Jahre an. «Das Verkehrsaufkommen ist in den letzten Jahren merklich angestiegen, so dass der nötige Abstand oftmals nicht eingehalten wird. In Kombination mit Ablenkung und Unaufmerksamkeit sind Verkehrsunfälle die logischen Folgen dieses Fehlverhaltens. Im Weiteren sind Zunahmen von Zeitdruck, Stress, mangelnder Fahrfähigkeit und Fahrkompetenz im Strassenverkehr spürbar», schreibt die Polizei.

Eine getötete Person bei Selbstunfall

Eine Person verunfallte 2018 auf Obwaldner Strassen tödlich (Vorjahr: fünf). An einem Sommermorgen kam es zwischen Lungern und Kaiserstuhl zu einem tödlichen Selbstunfall. Ein in Richtung Luzern fahrender Personenwagenlenker verlor aus nicht bekannten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam ins Schleudern und stürzte in den Lungerersee. Der 41-jährige Fahrzeuglenker kam dabei ums Leben.

Gesamthaft wurden sechs Fussgängerunfälle polizeilich aufgenommen, wobei insgesamt zwei Personen leicht verletzt wurden (Vorjahr: drei). Davon befand sich eine Person auf dem Fussgängerstreifen.

Unaufmerksam und zu schnell unterwegs

Wie in den vergangenen Jahren und auch verglichen mit der gesamten Schweiz waren «Unaufmerksamkeit und Ablenkung, meist in Verbindung mit ungenügendem Abstand oder Missachten des Vortritts», sowie «Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse oder die signalisierte Höchstgeschwindigkeit» die häufigsten Unfallursachen. Mit 34 Fällen (Vorjahr: 31) ist die Zahl von Unfällen, die durch Personen unter Einfluss von Alkohol, Betäubungsmittel, Medikamente oder Müdigkeit verursacht wurden, nach wie vor sehr hoch.

Bei den Unfalltypen stehen laut der Statistik Schleuder- und Selbstunfälle wiederum an erster Stelle, gefolgt von Auffahr- und Überholunfällen, Fahrstreifenwechsel sowie Ein- oder Abbiegeunfälle.

Mehrheit der Unfälle passieren ausserorts

Rund 58 Prozent aller Verkehrsunfälle ereigneten sich ausserorts auf Haupt-, Neben- und Autostrassen. Verglichen mit dem Vorjahr sind die Zahlen bei allen Verkehrsträgern gestiegen. Alleine auf der Autostrasse A8 wurden 56 Verkehrsunfälle – 21 Prozent aller Unfälle – polizeilich rapportiert. In Verbindung mit Unaufmerksamkeit oder Ablenkung waren dies hauptsächlich Auffahrunfälle oder Kollisionen mit der provisorischen Mittelleitplanke. Den hohen Anteil der Verkehrsunfälle entlang der A8 erklärt die Polizei mit der hohen Verkehrsdichte während der Stosszeiten.

Prävention und polizeiliche Tätigkeit 2019

Mit regelmässigen und gezielten Kontrollen im Bereich der Geschwindigkeit, der Fahrfähigkeit, der Ablenkung und zum übrigen Verhalten im Strassenverkehr werde die Polizei dem Unfallgeschehen weiterhin entgegenwirken, so die Mitteilung weiter. Begleitend dazu werden weiterhin Präventionskampagnen, welche die Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren im Strassenverkehr sensibilisieren, veröffentlicht. Auf die Thematik «Ablenkung im Strassenverkehr» werde im Jahr 2019 wiederum schwerpunktmässig ein grosses Augenmerk gelegt.

Verkehrsunfallstatistik 2018 des Kantons Obwalden.pdf

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